Strategen von TD Securities rechnen selbst dann nur mit einer begrenzten Schwäche des US-Dollars, wenn die US-Arbeitsmarktdaten für Juli oder die Arbeitslosenquote hinter den Erwartungen zurückbleiben. Der US-Dollar-Index (DXY) dürfte ihrer Einschätzung zufolge oberhalb seines 200-Tage-Durchschnitts nahe der Marke von 99 Punkten bleiben. Anleger aus den USA dürften sich mit Wetten gegen den Dollar zurückhalten, solange sich die Inflation nicht überzeugender abschwächt. Sollten die Beschäftigungszahlen hingegen positiv überraschen, könnte dies dem Dollar weiteren Auftrieb verleihen.
„Wir erwarten, dass die Zahl der außerhalb der Landwirtschaft geschaffenen Stellen (Nonfarm Payrolls) im Juli nach der negativen Überraschung im Juni mit 57.000 leicht auf 70.000 gestiegen ist. Im Privatsektor dürften rund 55.000 neue Stellen entstanden sein, während der öffentliche Sektor voraussichtlich etwa 15.000 Arbeitsplätze geschaffen hat, vor allem auf kommunaler Ebene.“
„Die Arbeitslosenquote dürfte nach dem Rückgang im Juni unverändert bei 4,2 Prozent geblieben sein. Gleichzeitig dürfte sich der rückläufige Trend bei der Erwerbsquote fortgesetzt haben, während sich die Beschäftigung laut Haushaltsbefragung wieder etwas erholt haben könnte. Insgesamt sehen wir für unsere Prognose der Arbeitslosenquote leicht restriktive Risiken. Die Wahrscheinlichkeit eines Rückgangs auf 4,1 Prozent schätzen wir höher ein als einen Anstieg auf 4,3 Prozent.“
„Sollten die Beschäftigungszahlen die Erwartungen übertreffen, dürfte der US-Dollar weiteres Aufwärtspotenzial haben. Besonders gegenüber dem Pfund Sterling und dem Australischen Dollar sehen wir Spielraum, da die Positionierung zugunsten des Dollars dort nicht überdehnt ist.“
„Sollten die Beschäftigungszahlen enttäuschen oder die Arbeitslosenquote steigen, rechnen wir dagegen nur mit begrenztem Abwärtspotenzial für den Dollar. Unser Basisszenario sieht vor, dass der Dollar-Index DXY auch in diesem Fall oberhalb seines 200-Tage-Durchschnitts im Bereich von 99 Punkten bleibt.“
„Sollten die Beschäftigungszahlen positiv überraschen, dürfte der US-Dollar seinen Aufwärtstrend weiter festigen, insbesondere gegenüber dem Pfund Sterling und dem Australischen Dollar, da die Long-Positionierung im Dollar dort nicht überzogen ist. Die US-Konjunkturdaten lagen im Jahr 2026 bislang auf oder über dem globalen Durchschnitt. Eine weitere positive Überraschung am Arbeitsmarkt könnte die Einschätzung der Marktteilnehmer stärken, dass die Geldpolitik in den USA nicht länger restriktiv ist und die Wirtschaft am Beginn eines neuen Wachstumszyklus steht.“