TradingKey - Die japanischen und südkoreanischen Aktienmärkte entwickelten sich uneinheitlich: Während der KOSPI-Index um über 2 % einbrach, legte der Nikkei 225-Index leicht zu. Samsung Electronics stürzte um fast 6 % ab, und auch SK Hynix und Kioxia folgten diesem Abwärtstrend.
Im asiatischen Handel am 30. Juni erlebten die japanischen und südkoreanischen Aktienmärkte ein kurzes Aufflackern einer Scheinkonjunktur: Nach anfänglichen Gewinnen im frühen Handel gaben sie diese im weiteren Verlauf sukzessive wieder ab. Der KOSPI-Index sank dabei um 2,04 % und schloss bei 8.303,42 Punkten. Der Nikkei 225-Index kletterte im Tagesverlauf zeitweise um über 2 % und näherte sich der Marke von 72.000 Punkten, schloss letztlich jedoch mit einem moderaten Plus von 0,59 % bei 70.474,91 Punkten.
KOSPI-Index-Chart, Quelle: TradingView
Bei den Einzelwerten verzeichneten die Schwergewichte auf breiter Front Verluste. Samsung Electronics brach um 5,84 % ein und schloss bei 314.500 KRW; SK Hynix verlor 3,4 % auf 2.560.000 KRW; Kioxia gab um 1,73 % nach, unterschritt die Marke von 90.000 JPY und schloss bei 88.130 JPY. SoftBank war der einzige Gewinner und schloss mit einem Plus von 0,6 % bei 6.000 JPY.
Samsung Electronics Aktienkurs-Chart, Quelle: TradingView
Im Nahen Osten flammte geopolitischer Gegenwind erneut auf, als iranische Regierungsvertreter ein Treffen mit hochrangigen US-Gesandten in der Region öffentlich ablehnten. Die Verhandlungen über den Rahmen zur Wiederöffnung der Straße von Hormus erlitten einen schweren Rückschlag und gerieten in eine Sackgasse. Dies hat an den Märkten erneut Sorgen vor möglichen Störungen der globalen Lieferketten und der Energiepreise in der zweiten Jahreshälfte geschürt. Infolgedessen schlug der anfängliche Optimismus, der die Nachfrage nach sicheren Häfen zu Handelsbeginn gedämpft hatte, schnell in Vorsicht um und belastete Risikoanlagen.
Obwohl ein schwacher Yen im frühen Handel zunächst japanischen multinationalen Exporteuren wie SoftBank und Kioxia zugutekam und der Yen-Kurs am 1. Juli seinen Rutsch in Richtung eines 40-Jahres-Tiefs fortsetzte, bleiben die Institutionen an der Wall Street weitgehend wachsam. Sie befürchten, dass das japanische Finanzministerium und die Zentralbank jederzeit historische Deviseninterventionen einleiten könnten. Dieses drohende Damoklesschwert zwang eine massive Welle von ausländischem Kapital und kurzfristigen Bullen zu Gewinnmitnahmen, als sich der Nikkei-Index dem Höchststand von 72.000 Punkten näherte, was dazu führte, dass die japanischen Aktien den Großteil ihrer Tagesgewinne nach dem anfänglichen Anstieg wieder abgaben.