Die Ökonomen Eli Nir und Oscar Munoz von TD Securities senken ihre Prognose für die Kernrate des PCE-Preisindex im September auf 0,32 Prozent gegenüber dem Vormonat. Für die Gesamtinflation erwarten sie nun 0,49 Prozent. Grund sind schwächere Komponenten der Erzeugerpreise, die in die PCE-Berechnung einfließen. Dennoch bleibt die Inflation aus Sicht der US-Notenbank zu hoch. Im Jahresvergleich rechnen die Experten mit 3,1 Prozent bei der Kernrate und 3,6 Prozent bei der Gesamtrate. Der Offenmarktausschuss dürfte eine weitere Zinserhöhung jedoch bis Dezember aufschieben.
„Nach der überraschend hohen US-Verbraucherinflation im September hatten wir für die Kernrate des PCE-Preisindex ursprünglich einen Anstieg von 0,36 Prozent und für die Gesamtrate von 0,53 Prozent prognostiziert.“
„Die für den PCE-Preisindex relevanten Komponenten der Erzeugerpreise fielen insgesamt schwächer aus als von uns erwartet. Deshalb haben wir unsere Prognose gesenkt. Für September rechnen wir nun mit einem Anstieg der Kernrate um 0,32 Prozent gegenüber dem Vormonat und der Gesamtrate um 0,49 Prozent. Das ist für die Fed weiterhin unangenehm hoch. Wir gehen jedoch davon aus, dass sie mit einer weiteren Zinserhöhung bis Dezember warten möchte.“
„Unsere Prognose für die marktbasierte Kernrate des PCE-Preisindex bleibt mit 0,34 Prozent gegenüber dem Vormonat hoch. Darin spiegelt sich eine Beschleunigung der zugrunde liegenden Inflation wider.“
„Im Jahresvergleich erwarten wir bei der PCE-Kernrate 3,1 Prozent und bei der Gesamtrate 3,6 Prozent.“
„Wir rechnen weiterhin damit, dass der Offenmarktausschuss den Oktober auslässt und die Zinsen stattdessen im Dezember erhöht. Obwohl die Inflation stärker gestiegen ist, scheinen wichtige Notenbankvertreter vor einer raschen zusätzlichen Straffung zurückzuschrecken. Stattdessen signalisieren sie weniger ‚Dringlichkeit‘.“