Fed-Gouverneurin Lisa Cook sagte, sie habe bei der letzten Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) dafür gestimmt, die Zinsen unverändert zu lassen, da sie auf weitere Daten warte. Sie fügte hinzu, dass die Inflationsrisiken die Risiken am Arbeitsmarkt überwiegen, und bekräftigte zugleich ihr uneingeschränktes Engagement, die Preisstabilität wiederherzustellen.
Obwohl sie sich auf die Seite des neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh stellte, warnte Cool in einer Rede bei einer Veranstaltung in Alaska: "Wenn ich bald keine Anzeichen einer anhaltenden Disinflation sehe, bin ich bereit zu handeln,"
Sie merkte an, dass die Inflation seit fünf Jahren hartnäckig hoch sei, schloss jedoch nicht aus, dass sich das Inflationsniveau abkühlen könnte.
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.