Die KI-Rally steht nach Einschätzung der Commerzbank an einem entscheidenden Punkt. Während die Euphorie rund um die sogenannten "Magnificent Seven" nachlasse, rückten bei den Hyperscalern zunehmend schwindende Cashflows und eine steigende Verschuldung in den Fokus. Gleichzeitig hätten Halbleiter- und Speicherwerte, gemessen unter anderem am SOX- und KOSPI-Index, zunächst eine nahezu parabolische Rally hingelegt, bevor es zu deutlichen Rücksetzern gekommen sei. Die jüngsten Zahlen von Alphabet stützten zwar die These der Hardware-Gewinner, machten aber zugleich die strukturellen Schwächen der großen Cloud-Konzerne sichtbar.
"Die Entwicklung des KI-Trades bleibt die andere große Frage - vor allem für risikoreiche Anlageklassen, aber auch für die allgemeine Marktstimmung."
"Die Euphorie rund um die 'Magnificent Seven' ist ins Stocken geraten, und bei den Hyperscalern hat sich die Geschichte zunehmend hin zu schwindenden Cashflows und einer explodierenden Schuldenlast verschoben."
"Auf Indexebene spiegelt sich das im Philadelphia Semiconductor Index (SOX) sowie im südkoreanischen Leitindex KOSPI wider."
"Das stützt zwar die These der 'Hardware-Gewinner', macht aber erneut eine zentrale Schwachstelle des gesamten KI-Komplexes deutlich: die schwindenden Cashflows und die stark steigende Verschuldung der Hyperscaler - insbesondere im Vergleich zu den schwächeren Wettbewerbern von Alphabet."
"Infolgedessen notieren inzwischen die Credit Default Swaps (CDS) von vier der fünf größten Hyperscaler über dem CDX.IG - und das, obwohl ihre Bonität deutlich besser eingestuft wird."