Der Indische Rupie (INR) eröffnet am Mittwoch gegenüber dem US-Dollar (USD) tiefer, nachdem er sich am Vortag leicht erholt hatte. Das Paar USD/INR steigt auf nahe 96,45, da ein frischer Anstieg der Ölpreise aufgrund zunehmender Befürchtungen weiterer globaler Energieversorgungsunterbrechungen die indische Währung geschwächt hat.
Im Eröffnungshandel verzeichnet der MCX-Rohölkontrakt mit Fälligkeit am 19. August ein neues Fünf-Wochen-Hoch bei Rs. 8.253.
Währungen von Volkswirtschaften wie Indien, die stark auf Ölimporte zur Deckung ihres Energiebedarfs angewiesen sind, tendieren dazu, sich in einem Umfeld hoher Ölpreise schlechter zu entwickeln.
Die Schließung der Bab el-Mandeb-Straße, dem südlichen Zugang zum Roten Meer, durch die Iran-nahen Houthi im Jemen, die als Vergeltung für die US-Blockade iranischer Seehäfen die Ölexporte von Saudi-Arabien in asiatische Volkswirtschaften stoppt, hat die Befürchtungen weiterer Energieversorgungsunterbrechungen verschärft.
Nach einem Bericht von Reuters könnte die Schließung der Bab el-Mandeb-Straße die globale Ölversorgung um 7 % reduzieren. Dies geschieht zu einer Zeit, in der die gesamte Energieversorgung bereits durch die Schließung der Straße von Hormus, einem kritischen Engpass für fast 20 % der globalen Energieversorgung, belastet ist.
Die von Saudi-Arabien geführte Koalition hat Irans Vorgehen scharf kritisiert und erklärt, „Solche Drohungen sind ein eklatanter Verstoß gegen das Völkerrecht und fallen unter Akte der maritimen Piraterie“, berichtet Reuters.
Früher am Tag sagte US-Außenminister Marco Rubio den südostasiatischen Außenministern, dass die iranische Kontrolle über die Straße von Hormus einen „gefährlichen Präzedenzfall mit Auswirkungen über den Nahen Osten hinaus“ schaffen würde.
Ausländische institutionelle Investoren (FIIs) erwiesen sich am Dienstag als Nettokäufer, nachdem sie sechs Handelstage in Folge Nettoverkäufer gewesen waren. Am Dienstag investierten ausländische Anleger 1.650,16 Crore Rs. Im Zeitraum vom 13. bis 20. Juli verkauften FIIs Anteile im Wert von 10.240,80 Crore Rs.
Das Sentiment der ausländischen Investoren gegenüber dem indischen Aktienmarkt wird jedoch voraussichtlich gedrückt bleiben, da steigende Ölpreise die Importrechnung der indischen Regierung erhöhen, ein Szenario, das die Fähigkeit des Zentrums zur Investition in Infrastruktur und Entwicklung schmälert.

USD/INR handelt höher bei rund 96,45 und hält eine kurzfristig bullische Tendenz aufrecht, da es über dem 20-Perioden exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 95,7889 bleibt.
Das Paar setzt seine jüngste Aufwärtsbewegung fort, und der Relative Strength Index (14) bei 62,38 bleibt im positiven Bereich, was darauf hindeutet, dass die Käufer weiterhin die Kontrolle behalten.
Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung am 20-Perioden-EMA bei 95,79, wo ein Pullback frisches Kaufinteresse anziehen könnte, solange diese Unterstützungsuntergrenze hält. Auf der Oberseite zielt das Paar darauf ab, das Allzeithoch bei rund 97,10 erneut zu erreichen.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Die indische Rupie wird stark von externen Faktoren wie dem Ölpreis, der Entwicklung des US-Dollars und dem Ausmaß der ausländischen Investitionen beeinflusst. Interventionen der Reserve Bank of India (RBI) können den Wechselkurs stabilisieren.
Die Reserve Bank of India (RBI) greift aktiv in den Devisenmarkt ein, um den Wechselkurs stabil zu halten und den Handel zu erleichtern. Gleichzeitig versucht sie, die Inflation durch Zinssatzanpassungen bei ihrem Zielwert von 4 % zu stabilisieren. Höhere Zinssätze stärken in der Regel die indische Rupie (INR), da sie das Land für ausländische Investoren attraktiver machen.
Makroökonomische Faktoren wie Inflation, Zinssätze, das Wirtschaftswachstum (BIP), die Handelsbilanz und ausländische Kapitalzuflüsse haben einen direkten Einfluss auf den Wert der indischen Rupie. Ein starkes Wirtschaftswachstum zieht vermehrt internationale Investoren an, was die Nachfrage nach der Rupie steigert. Auch eine weniger negative Handelsbilanz wirkt sich langfristig positiv auf die Währung aus. Besonders höhere Zinssätze – und hier vor allem die Realzinsen, also Zinssätze abzüglich der Inflation – können die Rupie stützen, da sie Indien für ausländische Investoren attraktiver machen. Ein "Risk-on"-Marktumfeld fördert zudem die Zuflüsse von Direkt- und Portfolioinvestitionen (FDI und FII), was ebenfalls die Rupie stärkt.
Eine steigende Inflation, vor allem im Vergleich zu den Handelspartnern Indiens, wirkt sich in der Regel negativ auf die Rupie aus, da dies eine Abwertung durch Überangebot signalisiert. Zudem verteuert Inflation die Exporte, was zu einem verstärkten Verkauf von Rupien führt, um ausländische Importe zu finanzieren – ein negativer Faktor für die Währung. Gleichzeitig reagiert die indische Zentralbank (Reserve Bank of India, RBI) häufig mit Zinserhöhungen auf steigende Inflation, was wiederum die Attraktivität der Rupie für internationale Investoren erhöht und den Kurs stabilisieren kann. Der gegenteilige Effekt tritt bei niedriger Inflation ein.