Der US-Autobauer General Motors richtet die Marke Cadillac strategisch neu aus und bringt ab dem Frühjahr 2027 eine neue Generation benzinbetriebener Modelle auf den Markt. Damit entfernt sich der Konzern weiter von seinem früheren Ziel, Cadillac bis zum Ende des Jahrzehnts vollständig auf Elektrofahrzeuge umzustellen.
Geplant sind überarbeitete Versionen der Limousine CT5 sowie des Mittelklasse-SUV XT5. Zudem soll das bereits eingestellte SUV XT6 mit drei Sitzreihen zurückkehren. Die Markteinführungen sollen sich von Frühjahr 2027 bis ins Jahr 2028 erstrecken. Parallel dazu will General Motors sein bestehendes Elektroangebot der Marke, darunter die Crossover-Modelle sowie den Escalade IQ, weiter anbieten.
Die Entscheidung folgt auf eine schwächere Nachfrage nach Elektrofahrzeugen als ursprünglich erwartet. General Motors hatte seine Elektromobilitätsstrategie zuletzt bereits angepasst und investiert wieder verstärkt in Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, einschließlich V8-Antrieben.
Seit der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres verbuchte der Konzern Belastungen von insgesamt 10,9 Milliarden US-Dollar im Zusammenhang mit seinem Elektrogeschäft. Als Gründe nennt das Unternehmen die langsamere Verbreitung von Elektrofahrzeugen sowie veränderte regulatorische Rahmenbedingungen in den USA mit gelockerten Emissionsvorgaben und geringerer staatlicher Förderung für E-Autos.
Zugleich treibt General Motors den Ausbau seiner Fertigungskapazitäten in den USA voran. So soll unter anderem die Produktion großer SUV in einem Werk im Bundesstaat Michigan erhöht werden, das ursprünglich für die Fertigung von Elektrofahrzeugen vorgesehen war.
Die großen SUV-Modelle des Konzerns – darunter der Cadillac Escalade, der Chevrolet Tahoe und Suburban sowie der GMC Yukon – werden derzeit ausschließlich im Arlington Assembly-Werk im US-Bundesstaat Texas produziert.