Australischer Dollar steigt gegenüber dem japanischen Yen aufgrund des Zinsdifferenz zwischen RBA und BoJ

Quelle Fxstreet
  • AUD/JPY gewinnt, da China seine ein- und fünfjährigen Benchmark-LPR-Sätze unverändert bei 3,00 % bzw. 3,50 % beließ.
  • Das Paar gewinnt weiter, gestützt durch den anhaltenden Zinsunterschied zwischen der RBA und der BoJ.
  • Händler bleiben angesichts der Warnung von Finanzminister Katayama vor einer Bereitschaft zu „entschlossenen Maßnahmen“ vorsichtig gegenüber einer japanischen Devisenmarktintervention.

AUD/JPY steigt nach zwei Verlusttagen und handelt am Montag während der europäischen Handelszeiten um 113,60. Das Währungspaar gewinnt, da der Australische Dollar (AUD) nach der Veröffentlichung der Zinsentscheidung der People's Bank of China (PBOC), der chinesischen Zentralbank, Kursgewinne hält.

Die PBoC kündigte an, ihre Loan Prime Rates (LPRs) unverändert zu lassen und beließ die ein- und fünfjährigen LPRs bei 3,00 % bzw. 3,50 %. Es ist wichtig zu beachten, dass Australien und China enge Handelspartner sind, sodass jede Veränderung in der chinesischen Wirtschaft Auswirkungen auf den AUD haben könnte.

Das AUD/JPY-Paar setzt seinen Aufwärtstrend fort, gestützt durch den anhaltenden Zinsunterschied zwischen der Reserve Bank of Australia (RBA) und der Bank of Japan (BoJ). Die Erwartungen an eine weitere Straffung der RBA bleiben gedämpft, obwohl steigende Treibstoffkosten diesen Ausblick infrage stellen könnten. Die Märkte preisen derzeit eine etwa 70%ige Wahrscheinlichkeit für eine letzte Zinserhöhung bis Dezember ein, während einige Investoren eine geldpolitische Lockerung im nächsten Jahr erwarten. Für den Moment bleibt die australische Zentralbank in einer „Abwarten-und-Beobachten“-Haltung, um die Auswirkungen ihrer vorherigen Straffung auf die hartnäckige Kerninflation und die abkühlende Binnenwirtschaft zu beurteilen.

Gleichzeitig üben die Marktteilnehmer Vorsicht hinsichtlich möglicher Devisenmarktinterventionen durch japanische Behörden. Die Stimmung wurde durch die Warnung von Finanzministerin Satsuki Katayama verstärkt, dass die Behörden bereit seien, „jederzeit entschlossene Maßnahmen“ zu ergreifen, falls dies notwendig sein sollte. Nach einer Zinserhöhung im Juni, die die Kreditkosten auf den höchsten Stand seit drei Jahrzehnten brachte, wird die BoJ später in diesem Monat erneut tagen. Während eine weitere Zinserhöhung vor Jahresende wahrscheinlich bleibt, wird allgemein erwartet, dass die Zentralbank bei der bevorstehenden Sitzung im Juli die Geldpolitik unverändert lässt.

Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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