Der iranische Außenminister Abbas Araghchi hat in einem Beitrag auf X, ehemals bekannt als Twitter, gewarnt, dass das Abkommen mit den Vereinigten Staaten (USA) behindert werden könnte, wenn das Land seine Drohungen fortsetzt. „Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen werden nicht beginnen, wenn die Drohungen anhalten. Ehrt eure Unterschrift“, schrieb Araghchi.
Die Botschaft aus dem Iran scheint eine wütende Antwort auf die Aussage von US-Präsident Donald Trump am Montag zu sein, in der er sagte, dass Washington entweder ein Abkommen mit dem Iran schließen oder dessen Infrastruktur angreifen werde.
„Wir werden entweder ein Abkommen schließen oder wir werden die Arbeit beenden. OK. Und es wird nicht schwer sein, die Arbeit zu beenden. Ich würde lieber ein Abkommen schließen, weil ich nicht 91 Millionen Menschen beeinträchtigen möchte“, sagte Trump Reportern im Oval Office, berichtete Reuters. „Wir können ihre Brücken in einer Stunde zerstören, wir können ihre Energieversorgung ausschalten. Sie haben jetzt kein Geld. Wir haben ihnen kein Geld gegeben“, fügte Trump hinzu.
Der US-Dollar (USD) scheint nach den Kommentaren des iranischen Außenministers Araghchi gegen die militärischen Drohungen von US-Präsident Trump neutral zu bleiben. Bei Redaktionsschluss notiert der US Dollar Index (DXY) 0,1 % höher bei rund 100,90.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.