Martin Kocher, Mitglied des EZB-Rates, erklärte am Mittwoch im europäischen Handel, dass der nächste geldpolitische Schritt der Zentralbank entweder eine Zinspause oder eine Zinserhöhung sein werde, da höhere Löhne den Inflationsdruck hoch halten könnten.
Tarifabschlüsse könnten die Inflation hoch halten.
Die Inflationsgefahr ist geringer, aber nicht vollständig gebannt.
Nach den Äußerungen von Kocher wurde keine unmittelbare Reaktion beim Euro (EUR) beobachtet. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert EUR/USD 0,22 % tiefer bei rund 1,1395.
Der FXS Speechtracker zeigt Kochers aktuellen Wert bei 7,1, deutlich über dem historischen Durchschnitt von 5,9, was auf einen hawkischeren Ton als üblich hinweist. Die Warnung, dass Tarifabschlüsse die Inflation hoch halten könnten, und die Aussage, dass die nächsten Entscheidungen entweder eine Zinserhöhung oder eine Zinspause sein werden, unterstreichen eine klare Tendenz gegen eine frühe Lockerung und stützen ein festeres Euro-Umfeld.
Indem Kocher feststellt, dass die Inflationsgefahr zwar geringer, aber nicht vollständig gebannt sei, stärkt er das Argument, eine restriktive Geldpolitik beizubehalten. Diese Kombination aus Lohnwachsamkeit und der Option einer Zinserhöhung deutet auf Aufwärtsrisiken für die Euro-Zinsen hin und begrenzt kurzfristig die Abwärtsrisiken für den Euro.