Der stellvertretende Gouverneur der Reserve Bank of Australia (RBA), Chris Kent, sagte während einer Überprüfung alternativer geldpolitischer Instrumente, dass die Zentralbank besser darauf vorbereitet sein werde, auf die nächste Krise zu reagieren, der sie gegenübersteht, berichtete Bloomberg am Montag.
Der Leitzins bleibt unser primäres und bevorzugtes Instrument.
Zusätzliche Instrumente können in außergewöhnlichen Zeiten eine wichtige Rolle spielen und zusätzliche Unterstützung bieten, sind jedoch komplexer und mit größeren Risiken verbunden.
Unter diesen Umständen könnte es in Erwägung ziehen, früher und entschlossener auf disinflationäre Schocks zu reagieren, indem es den Leitzinszielwert präventiv senkt.
Kurz gesagt, die wichtigste Unterstützung während der Pandemie kam durch die Senkung des Leitzinses auf historisch niedrige Niveaus und dessen Beibehaltung.
Zusätzliche Instrumente können diese Unterstützung verstärken, aber ihre Wirkungen – über die Bewältigung schwerer Marktspannungen hinaus – dürften eher marginal sein und ihre Risiken müssen sorgfältig gemanagt werden.
Bei Redaktionsschluss notiert das Paar GBP/USD um 0,12 % niedriger bei rund 0,6886.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) legt die Geldpolitik des Landes fest und strebt eine Inflationsrate von 2-3 % an. Zinssatzerhöhungen stärken in der Regel den australischen Dollar, während Zinssenkungen ihn schwächen.
Traditionell galt Inflation als nachteilig für Währungen, da sie den Wert des Geldes mindert. In modernen Volkswirtschaften hat sich jedoch gezeigt, dass moderate Inflation zu Zinserhöhungen durch Zentralbanken führt, was wiederum Kapitalzuflüsse aus dem Ausland anzieht. Investoren suchen nach höheren Renditen, was die Nachfrage nach der lokalen Währung – im Fall Australiens den Australischen Dollar – stärkt.
Makroökonomische Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und der Einkaufsmanagerindex (PMI) haben direkten Einfluss auf die Währungen eines Landes. Eine starke Wirtschaft zieht Kapital an und stärkt die heimische Währung.
Quantitative Lockerung (QE) ist ein geldpolitisches Instrument, das in Krisenzeiten eingesetzt wird, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um die Kreditvergabe in der Wirtschaft wieder anzukurbeln. Die Reserve Bank of Australia (RBA) nutzt QE, indem sie australische Dollar druckt, um damit Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Finanzinstituten aufzukaufen. Damit wird den Banken dringend benötigte Liquidität zur Verfügung gestellt. Eine solche Maßnahme führt in der Regel zu einer Abwertung des australischen Dollars.
Quantitative Straffung (QT) stellt das Gegenstück zur quantitativen Lockerung (QE) dar und wird eingeleitet, sobald sich die Wirtschaft erholt und die Inflation wieder anzieht. Während die Reserve Bank of Australia (RBA) im Rahmen der QE Staats- und Unternehmensanleihen aufkauft, um den Finanzmärkten Liquidität zuzuführen, beendet sie bei QT diese Käufe und reinvestiert nicht in fällige Anleihen. Diese geldpolitische Maßnahme wird in der Regel als positiv für den australischen Dollar bewertet.