TradingKey - Die Indizes KOSPI und Nikkei 225 setzten ihren Rückzug fort, wobei Samsung Electronics, SK Hynix, SoftBank und Kioxia auf breiter Front nachgaben.
Während des asiatischen Handelsverlaufs am 29. Juni entwickelten sich die japanischen und südkoreanischen Aktienmärkte zur Eröffnung uneinheitlich, gaben jedoch letztlich beide nach. Der südkoreanische KOSPI eröffnete im Minus und rutschte weiter ab, wobei er um 3,05 % auf vorübergehend 8.154,92 Punkte fiel; der Nikkei 225 eröffnete fester, drehte dann jedoch ins Minus und sank um 1,31 % auf vorübergehend 68.455,32 Punkte.
KOSPI-Index-Chart, Quelle: TradingView
Unter den Einzelwerten brachen die Schwergewichte kollektiv ein. Kioxia fiel um 2,57 % und rutschte unter die Marke von 90.000 Yen, um vorübergehend bei 89.810 Yen gehandelt zu werden; SoftBank gab um 1,3 % nach und näherte sich der Marke von 6.000 Yen bei einem vorübergehenden Kurs von 6.142 Yen; SK Hynix rutschte um 1,83 % ab und fiel unter die Schwelle von 2,7 Millionen Won, um vorübergehend bei 2.624.000 Won zu notieren; und Samsung Electronics sank um 3,68 % auf vorübergehend 327.000 Won.
SoftBank-Kurschart, Quelle: TradingView
Obwohl die beiden großen südkoreanischen Speicherriesen Samsung Electronics und SK Hynix Pläne für ein riesiges Chipwerk mit einer Gesamtinvestition von bis zu 2.000 Billionen Won in den nächsten zehn Jahren ankündigten, konnten die positiven Nachrichten eine plötzliche regulatorische Bremse nicht ausgleichen. Die Korea Exchange sollte ursprünglich heute (29. Juni) offiziell derivative Finanzprodukte in Form von "Wochenoptionen" einführen, die sich an Riesen wie Samsung Electronics, SK Hynix, Hyundai Motor und LG Energy Solution richten. Aufgrund des jüngsten Hypes südkoreanischer Privatanleger, die in täglich doppelt gehebelte ETFs strömten, ist die Marktvolatilität jedoch auf ein Rekordhoch gestiegen. Die Finanzaufsichtsbehörde (Financial Supervisory Service) gab kürzlich eine Dringlichkeitsmeldung heraus, wonach der Plan auf unbestimmte Zeit verschoben wird, was der kurzfristigen spekulativen Marktstimmung einen schweren Schlag versetzte.
Obwohl japanische Aktien eigentlich etwas fester eröffneten, blieb die allgemeine Marktstimmung äußerst angespannt. Ende Juni verzeichnete der Nikkei-Index an sechs aufeinanderfolgenden Tagen Rekordhochs und überschritt dabei erstmals kurzzeitig die Marke von 72.000 Punkten. Dies hat bei den Anlegern eine ausgeprägte "Höhenangst" ausgelöst. Schon beim geringsten Anzeichen von Problemen setzte bei den Marktführern, insbesondere im Halbleiter- und KI-Sektor, starker Gewinnmitnahmedruck ein, was dazu führte, dass der Index nach dem Unterschreiten der 70.000-Punkte-Marke seine technische Korrektur fortsetzte. Zudem versetzte der verzögerte Börsengang von OpenAI dem Schwergewicht SoftBank einen schweren Schlag, was wiederum den breiteren Markt nach unten zog.