Das Vorstandsmitglied der Bank of Japan (BoJ), Naoki Tamura, sagte am Donnerstag, dass Japan das Inflationsziel der Bank of Japan (BoJ) von 2 % bereits erreicht habe und die Zentralbank die Zinsen nahe dem neutralen Niveau anheben müsse, um zu vermeiden, dass die zugrunde liegende Inflation das Ziel überschreitet.
Japan hat das Inflationsziel der BoJ von 2 % bereits erreicht, muss die Zinsen nahe dem neutralen Niveau anheben, um zu vermeiden, dass die zugrunde liegende Inflation das Ziel überschreitet.
Die BoJ muss das neutrale Zinsniveau ermitteln, indem sie bewertet, wie jede Zinserhöhung die Wirtschaft, die Preise und die finanziellen Entwicklungen beeinflusst.
Wichtig ist, dass sich die FX-Kurse in einer Weise bewegen, die die Fundamentaldaten widerspiegelt.
FX-Kurse bewegen sich nicht nur aufgrund der geldpolitischen Haltung der Zentralbanken, sondern auch durch andere Faktoren.
FX-Bewegungen sind ein wichtiger Faktor, der Japans Wirtschaft und Preise beeinflusst.
FX-Bewegungen haben aufgrund der veränderten Preisgestaltung der Unternehmen einen größeren Einfluss auf die Inflation als in der Vergangenheit.
Falls das Risiko eines Inflationsüberschusses eintritt, müssen wir möglicherweise das Tempo der Zinserhöhungen beschleunigen, als Antwort auf die Frage nach der Wahrscheinlichkeit aufeinanderfolgender Zinserhöhungen.
Ob die BoJ die Zinsen alle drei oder vier Monate anhebt, hängt davon ab, wie Wirtschaft, Preise und Märkte auf jede Zinserhöhung reagieren.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert das Paar USD/JPY 0,02 % tiefer bei rund 161,75.
Die Bank of Japan (BoJ) steuert die japanische Geldpolitik und hat ein Inflationsziel von rund 2 %. Ihre Maßnahmen haben einen wesentlichen Einfluss auf den japanischen Yen.
Die Bank of Japan implementierte im Jahr 2013 eine extrem expansive Geldpolitik, um die wirtschaftliche Aktivität zu stimulieren und in einem deflationären Umfeld Inflation zu erzeugen. Diese Politik, basierend auf quantitativer und qualitativer Lockerung (QQE), beinhaltete den Ankauf von Vermögenswerten wie Staats- und Unternehmensanleihen durch die Schaffung von Zentralbankgeld, um zusätzliche Liquidität bereitzustellen. Im Jahr 2016 intensivierte die BoJ diese Maßnahmen, führte Negativzinsen ein und begann, die Renditen von 10-jährigen Staatsanleihen direkt zu steuern. Im März 2024 vollzog die Bank eine Kehrtwende, indem sie die Zinsen anhob und sich damit von ihrer ultra-expansiven Geldpolitik distanzierte.
In den vergangenen zehn Jahren hat die entschlossene Haltung der Bank of Japan, an ihrer ultralockeren Geldpolitik festzuhalten, zu einer wachsenden geldpolitischen Divergenz im Vergleich zu anderen Zentralbanken, insbesondere der US-Notenbank, geführt. Dies verstärkte die Renditedifferenz zwischen 10-jährigen US-Staatsanleihen und japanischen Staatsanleihen und stärkte den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen. Mit der Entscheidung der BoJ im Jahr 2024, ihre expansive Geldpolitik schrittweise zu lockern, und dem gleichzeitigen Beginn von Zinssenkungen in anderen großen Zentralbanken, wird diese Differenz nun zunehmend eingeengt.
Der schwächere Yen und steigende globale Energiepreise haben die Inflation in Japan über das Ziel der BoJ von 2 % hinausgetrieben. Zusätzlich hat die Erwartung steigender Löhne – ein zentraler Treiber der Inflation – diese Entwicklung weiter verstärkt.