Das Währungspaar AUD/JPY notiert am frühen Donnerstag während der europäischen Handelszeiten im negativen Bereich um 111,50. Der Japanische Yen (JPY) gewinnt gegenüber dem Australischen Dollar (AUD) an Stärke angesichts von Befürchtungen über mögliche Devisenmarktinterventionen durch japanische Behörden. Händler warten auf den Verbraucherpreisindex (VPI) für Tokio im Juni, der am Freitag veröffentlicht wird.
Japans Kabinettssekretär Minoru Kihara erklärte am Dienstag, dass er bei Bedarf angemessene Maßnahmen gegen die Devisenmarktbewegungen ergreifen werde. Am Donnerstag äußerte sich Naoki Tamura, Mitglied des Direktoriums der Bank of Japan (BoJ), dass Japan das Inflationsziel der BoJ von 2 % bereits erreicht habe und die Zentralbank die Zinsen nahe dem neutralen Niveau anheben müsse, um zu verhindern, dass die zugrunde liegende Inflation das Ziel überschreitet.
Die australische Arbeitslosenquote sank im Mai auf 4,4 % von 4,5 % im April, wie das Australian Bureau of Statistics (ABS) am Donnerstag mitteilte. Die Zahl entsprach den Markterwartungen. Gleichzeitig stieg die Beschäftigungsveränderung im Mai auf 40,3K von -40,7K im vorherigen Wert (korrigiert von -18,6K), verglichen mit der Prognose eines Anstiegs um 25K.
Die Geldmärkte haben nach dem Beschäftigungsbericht vom Donnerstag eine fast 80%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinspause der Reserve Bank of Australia (RBA) im August eingepreist.
Im Tages-Chart hält sich AUD/JPY unter dem 100-Tage Simple Moving Average (SMA) und dem mittleren Bollinger-Band der 20 Tage, was die kurzfristige bärische Tendenz bestätigt. Der Kurs liegt nur knapp über dem unteren Bollinger-Band, während der Relative Strength Index (14) auf etwa 35 fällt, was auf anhaltenden Abwärtsdruck hinweist und eher auf eine überverkaufte Situation als auf eine solide Basis hindeutet.
Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung am unteren Bollinger-Band bei rund 111,30; ein deutlicher Bruch dieses Niveaus würde den Weg für einen tieferen Rückgang in Richtung der psychologischen Marke von 111,00 öffnen. Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand am 100-Tage-SMA bei 112,25, gefolgt vom mittleren Bollinger-Band der 20 Tage nahe 113,10; nur ein Tagesschlusskurs über diesen Hürden würde die derzeitige bärische Stimmung abschwächen, wobei das obere Bollinger-Band bei rund 114,90 dann zum nächsten Aufwärtsziel wird.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.