Mitglied des EZB-Rats und Präsident der Deutschen Bundesbank, Joachim Nagel, erklärte am Freitag, dass die gestrige Zinserhöhung notwendig war, da die hohen Energiepreise zunehmend indirekte Auswirkungen auf andere Preise haben.
Die Zinserhöhung war notwendig, da die hohen Energiepreise zunehmend indirekte Auswirkungen auf andere Preise haben.
Der durch den Krieg im Nahen Osten ausgelöste Angebotsschock erweist sich als stark und anhaltend.
Wir halten uns alle Optionen für Juli offen und sind bereit, erneut zu reagieren, falls dies erforderlich sein sollte.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts liegt das Währungspaar EUR/USD mit 0,10 % im Minus und notiert bei 1,1566.
Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.
In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.
Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.