Laut Reuters hat der Oberste Führer Irans angeordnet, dass nahezu waffenfähiges Uran im Iran verbleiben muss. Die Agentur berichtete außerdem, dass Quellen, die mit der Materie vertraut sind, glauben, dass die Direktive des Obersten Führers einen Konsens innerhalb des iranischen Establishments widerspiegelt.
Diese Aussage steht im Gegensatz zu Washingtons Forderung, dass Iran seine Urananreicherung aufgeben muss, wenn es ein Abkommen will.
Die Markstimmung scheint sich nach den Äußerungen des iranischen Obersten Führers in Richtung Risikoaversion zu drehen. Die S&P 500-Futures fallen auf knapp 7.400. Der US Dollar Index (DXY) erholt sich schnell auf knapp 99,25. Zudem besteht ein ordentliches Kaufinteresse am Ölpreis, was den WTI auf 98,45 USD steigen lässt.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.