Das Pfund Sterling fällt im europäischen Handel am Donnerstag um 0,13 % auf nahe 1,3415 gegenüber dem US-Dollar (USD). Das GBP/USD-Paar steht unter Verkaufsdruck, da der Optimismus gegenüber dem US-Iran-Abkommen nachlässt, nachdem der Oberste Führer Irans erklärt hat, dass Uran in nahezu waffenfähiger Qualität im Iran verbleiben muss.
Die Aussage des obersten iranischen Führers steht im Gegensatz zu Washingtons Forderung, dass der Iran seine Urananreicherung aufgeben muss, wenn er ein Abkommen will.
Die Kommentare des Obersten Führers Irans zur Beibehaltung von nahezu waffenfähigem Uran haben die Marktstimmung gedämpft. Die S&P-500-Futures geben ihre gesamten frühen Gewinne ab und fallen auf nahe 7.400. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber sechs Hauptwährungen abbildet, erholt sich schnell auf nahe 99,30.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von US-Dollar (USD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. US-Dollar war am stärksten gegenüber dem Australischer Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.12% | 0.05% | 0.11% | 0.14% | 0.35% | 0.24% | 0.08% | |
| EUR | -0.12% | -0.07% | -0.02% | 0.00% | 0.21% | 0.07% | -0.06% | |
| GBP | -0.05% | 0.07% | 0.06% | 0.06% | 0.30% | 0.17% | 0.01% | |
| JPY | -0.11% | 0.02% | -0.06% | -0.01% | 0.24% | 0.05% | -0.04% | |
| CAD | -0.14% | 0.00% | -0.06% | 0.00% | 0.25% | 0.10% | -0.06% | |
| AUD | -0.35% | -0.21% | -0.30% | -0.24% | -0.25% | -0.14% | -0.31% | |
| NZD | -0.24% | -0.07% | -0.17% | -0.05% | -0.10% | 0.14% | -0.16% | |
| CHF | -0.08% | 0.06% | -0.01% | 0.04% | 0.06% | 0.31% | 0.16% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel US-Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum Japanischer Yen bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als USD (Basis)/JPY (Notierungswährung) angezeigt.
Am Mittwoch drehte sich die Marktstimmung auf Risikoappetit, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, dass ein Abkommen mit dem Iran kurz bevorstehe. Trump sagte, Washington befinde sich in den „Endphasen“ der Finalisierung eines Abkommens mit dem Iran.
Das Pfund Sterling steht auch unter Druck aufgrund schwacher vorläufiger S&P Global Einkaufsmanagerindex (EMI)-Daten für das Vereinigte Königreich im Mai.
Die Daten zeigten während des europäischen Handels, dass der Composite-EMI im Mai überraschend zurückging, da die Aktivität im Dienstleistungssektor schrumpfte. Der Composite-EMI lag bei 48,5, während erwartet wurde, dass er sich wieder ausweitet, wenn auch moderat auf 51,7 von 52,6 im April. Ein Wert unter 50,0 gilt als Kontraktion der Geschäftstätigkeit.
Für die Zukunft werden sich die Anleger auf die Einzelhandelsumsätze im Vereinigten Königreich für April konzentrieren, die am Freitag veröffentlicht werden.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.