Alex Loo von TD Securities hebt hervor, dass die jüngsten Wirtschaftsdaten aus China für April schwach ausgefallen sind. Während der Einzelhandel enttäuschte und die Investitionen zurückgingen, lieferten die Exporte und die Immobilienpreise etwas Unterstützung. Die Bank erwartet, dass Peking vor allem auf gezielte fiskalische Maßnahmen setzen wird, insbesondere zur Förderung von Infrastruktur und Konsum. Die Wachstumsprognose für 2026 bleibt bei 4,6 Prozent, während die chinesische Notenbank bei weiteren geldpolitischen Lockerungen vorsichtig agieren dürfte.
„Wir erwarten gezielte fiskalische Impulse aus Peking, insbesondere im Bereich der Infrastrukturinvestitionen statt breit angelegter Maßnahmen.“
„Wir gehen davon aus, dass die Behörden weitere gezielte fiskalische Maßnahmen ergreifen werden, die eher eine Feinjustierung der Unterstützung darstellen, da das BIP-Wachstum im ersten Quartal stark war.“
„Wir bezweifeln, dass die Behörden bereits in einem Ausmaß durch die Daten verunsichert sind, das umfangreiche Konjunkturprogramme erforderlich macht. Stattdessen dürfte ein vorsichtiger Kurs beibehalten werden.“
„Peking dürfte die Ausgaben für Infrastruktur erneut erhöhen, um die öffentlichen Anlageinvestitionen voranzutreiben und dabei auf den in diesem Jahr im Haushalt vorgesehenen Betrag von 800 Milliarden Yuan aufzubauen.“
„Ein größerer Kurswechsel in der Finanzpolitik ist voraussichtlich erst nach Juli zu erwarten, wenn die vollständigen Daten für das zweite Quartal vorliegen und eine Neubewertung möglich ist.“