Der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Philip Lane, meldete sich zu Wort und erklärte auf einer Konferenz in London, dass der Energieschock durch den Iran-Krieg eine restriktive Politik erfordern werde.
Lane sagte, dass „eine mittlere, aber nicht zu anhaltende Überschreitung eine maßvolle Anpassung rechtfertigen könnte“ und fügte hinzu, dass die Reaktion „angemessen kraftvoll oder anhaltend“ sein müsse
Lane bekräftigte die Linie der EZB, dass „eine mittlere, aber nicht zu anhaltende Überschreitung eine maßvolle Anpassung rechtfertigen könnte“, während die Reaktion „angemessen kraftvoll oder anhaltend“ sein müsse und eine festere oder länger anhaltende politische Reaktion erfordere.
Der EUR/USD prallte um die Marke von 1,1700 ab, überwand den 100-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 1,1708, was die Tür für weitere Gewinne öffnen könnte. Als nächstes steht der 20-Tage-SMA bei 1,1730 an.
Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.
In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.
Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.