Bill Gates wird am 10. Juni vor dem Aufsichtsausschuss des US-Repräsentantenhauses zu seinen früheren Kontakten mit dem verstorbenen Finanzier Jeffrey Epstein aussagen. Hintergrund sind fortlaufende Untersuchungen von Abgeordneten zu Dokumenten im Zusammenhang mit Epsteins Aktivitäten.
Ein Sprecher von Gates erklärte, der Unternehmer werde uneingeschränkt mit dem Ausschuss kooperieren und Fragen zur Unterstützung der Ermittlungen beantworten. Gegen Gates liegen nach Angaben von Behörden keine Vorwürfe von Fehlverhalten durch mutmaßliche Opfer Epsteins vor. Zudem bedeute die Nennung seines Namens in veröffentlichten Unterlagen nicht, dass ihm ein Fehlverhalten vorgeworfen werde.
Zuvor waren in diesem Jahr Millionen von Dokumenten zu Epstein öffentlich zugänglich gemacht worden. Grundlage war ein Gesetz, das unter dem früheren US-Präsidenten Donald Trump unterzeichnet wurde und eine umfassendere Offenlegung von Materialien des Justizministeriums vorsieht. Die Unterlagen enthalten unter anderem Hinweise auf Kommunikation und Treffen zwischen Gates und Epstein.
Gates hatte in der Vergangenheit eingeräumt, die Begegnungen mit Epstein seien ein schwerer Fehler gewesen, und Bedauern über die Verbindung geäußert. Er erklärte, die Kontakte hätten sich auf gemeinsame Abendessen beschränkt. Zudem habe er Epsteins Insel nie besucht und sich nicht an illegalen Aktivitäten beteiligt.
Auch andere prominente Persönlichkeiten, darunter Bill Clinton und Hillary Clinton, haben bereits vor dem Ausschuss ausgesagt.