Der Devisenexperte Michael Wan von MUFG sieht in den zunehmenden Spannungen zwischen den USA und Iran, einschließlich Drohungen rund um die Straße von Hormus, ein erhebliches Risiko. Der Weg zu einer friedlichen Lösung bleibe eng und unsicher. Entsprechend äußert er sich zurückhaltend zu asiatischen Währungen und regionalen Risikoanlagen, da die Risiken für die Ölversorgung anhalten – trotz leichter Verbesserungen bei Tankerbewegungen und möglicher irakischer Exporte durch die Meerenge.
"Insgesamt bleibt unsere Einschätzung, dass der Weg zu einer friedlichen Lösung eng und wenig wahrscheinlich ist, da die Erwartungen der beteiligten Parteien in diesem Konflikt weit auseinandergehen."
"Vor diesem Hintergrund bleiben wir vorsichtig hinsichtlich der weiteren Entwicklung asiatischer Währungen und Risikoanlagen. Allerdings sehen wir mindestens zwei wichtige Entwicklungen auf den Ölmärkten, die trotz anhaltender Unsicherheiten rund um den Iran- und Nahostkonflikt potenziell positiv sind: Insgesamt bewerten wir die Lage als leichte Verbesserung bei den Transportströmen durch die Straße von Hormus, deren Entwicklung weiterhin genau beobachtet werden sollte."
"Für Asien gilt jedoch: Selbst wenn die Straße von Hormus heute vollständig wieder geöffnet würde, dürfte es einige Zeit dauern, bis sich die tatsächliche Versorgungslage normalisiert. Schätzungen gehen von einem Zeitraum von mindestens drei bis sechs Monaten aus, wobei petrochemische Produkte am stärksten betroffen wären."
"Auch wenn der Krieg aus taktischer Sicht letztlich durch drei zentrale Faktoren begrenzt werden könnte – Munitionsverfügbarkeit, Marktreaktionen und die Zwischenwahlen –, wird der Weg dorthin entscheidend sein. Dabei spielt auch die Frage eine Rolle, wie hoch die Schmerzgrenze für weiter steigende Ölpreise ist."