Der aktivistische Investor MAK Capital erhöht den Druck auf die Evotec SE und verlangt strategische sowie operative Anpassungen. Im Fokus steht ein möglicher Börsengang der US-Tochter Just Biologics, der nach Einschätzung des Investors eine Bewertung von mehr als einer Milliarde Euro ermöglichen könnte.
Ein solcher Schritt könnte zusätzliche Finanzierungsspielräume eröffnen und die Wachstumsstrategie des Unternehmens unterstützen. Zugleich wird erwartet, dass eine eigenständige Notierung die Attraktivität für Fachkräfte steigert.
Hintergrund der Forderungen ist die schwache Kursentwicklung der Evotec-Aktie, die in den vergangenen Jahren deutlich an Wert verloren hat. Auch im laufenden Jahr setzte sich der Abwärtstrend fort, wodurch die Marktkapitalisierung unter eine Milliarde Euro gefallen ist.
MAK Capital, das inzwischen rund sieben Prozent der Anteile hält, sieht zudem Nachholbedarf bei der laufenden Restrukturierung. Nach Einschätzung des Investors verlaufen die geplanten Verbesserungen der Profitabilität zu langsam. Gefordert werden messbare Fortschritte im operativen Geschäft bereits im weiteren Jahresverlauf.
Das Unternehmen bestätigte Gespräche mit dem Investor und prüft die vorgeschlagenen Maßnahmen. Zusätzlich wurde eine Veränderung im Aufsichtsrat angeregt, die nach der nächsten Hauptversammlung umgesetzt werden könnte.