US-Dollar-Index (DXY) Kursprognose: Kämpft unter 99,00, Einmonatstief angesichts Risikoappetit

Quelle Fxstreet
  • Der DXY gerät angesichts der Hoffnungen auf ein Ende des Nahostkriegs unter starken Verkaufsdruck.
  • Trump und Iran signalisierten einen zweiwöchigen Waffenstillstand, was den sicheren Hafen Greenback belastet.
  • Nachlassende Inflationsängste dämpfen die Wetten auf Fed-Zinserhöhungen und üben zusätzlichen Druck auf den Dollar aus.

Der US Dollar Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Währungskorb abbildet, zieht am Mittwoch starke Verkäufe auf sich und stürzt während der asiatischen Sitzung als Reaktion auf die US-Iran-Waffenstillstandsnachrichten auf ein fast einmonatiges Tief. Der Index handelt derzeit um die Marke von 98,80, verliert 0,80 % im Tagesverlauf und scheint anfällig für weitere Schwäche.

US-Präsident Donald Trump kündigte an, geplante Militärschläge gegen den Iran für zwei Wochen auszusetzen, was eine massive Risikoaufschwung-Rallye an den globalen Finanzmärkten auslöste und den sicheren Hafen US-Dollar (USD) stützte. Zudem führt die Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu einem intraday Rückgang der Rohölpreise um über 10 %. Dies trägt zur Entspannung der Inflationsängste bei und dämpft die Wetten auf eine Zinserhöhung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), was sich als weiterer belastender Faktor für den Dollar erweist.

Ein intraday Einbruch unter das 23,6%-Fibonacci-Retracement-Niveau der Aufwärtsbewegung von Januar bis März sowie ein anschließender Fall unter den 200-Perioden Exponential Moving Average (EMA) im 4-Stunden-Chart könnten als entscheidender Auslöser für die USD-Bären gewertet werden. Hinzu kommt, dass die Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Linie knapp unter der Null-Linie unter ihre Signallinie gefallen ist und die negativen Histogrammbalken sich ausweiten. Dies deutet auf zunehmendes Abwärtsmomentum hin und bestätigt den negativen Ausblick.

Darüber hinaus pendelt der Relative Strength Index (RSI) im mittleren 20er-Bereich, ist überverkauft und zeigt weiterhin nach unten, was auf starken Verkaufsdruck hinweist, obwohl das Risiko einer korrigierenden Gegenbewegung steigt. Gleichzeitig bildet sich unmittelbare Unterstützung um das 38,2%-Fibonacci-Retracement-Level bei 98,72, und ein klarer Bruch unter diesen Bereich würde den Weg zum 50,0%-Retracement bei 98,13 freimachen.

Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim 23,6%-Retracement bei 99,46, wobei der 200-Perioden Exponential Moving Average nahe 99,30 diese Barriere bei Annäherung verstärkt. Eine Erholung über 99,46 würde den unmittelbaren Abwärtsdruck mildern und den Weg zur Marke von 100,00 öffnen, während ein Scheitern, den gleitenden Durchschnitt zurückzuerobern, die Verkäufer in Richtung tieferer Fibonacci-Unterstützungen in Kontrolle hält.

(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)

DXY 4-Stunden-Chart

Chartanalyse Dollar Index Spot

US-Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der US-Dollar (USD) ist die offizielle Währung der Vereinigten Staaten und in vielen weiteren Ländern als „de facto“-Währung im Umlauf. Er ist die am häufigsten gehandelte Währung weltweit und dominiert mit 88 % des globalen Devisenhandels. Daten von 2022 zeigen, dass täglich ein Handelsvolumen von rund 6,6 Billionen US-Dollar umgesetzt wird. Der US-Dollar löste nach dem Zweiten Weltkrieg das Britische Pfund als Weltreservewährung ab, nachdem der Goldstandard 1971 abgeschafft wurde.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des US-Dollars beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Federal Reserve (Fed) bestimmt wird. Die Fed hat zwei Hauptziele: Preisstabilität (Inflationskontrolle) und Förderung der Vollbeschäftigung. Ihr primäres Werkzeug zur Erreichung dieser Ziele ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Preise zu schnell steigen und die Inflation über dem Ziel von 2 % liegt, erhöht die Fed die Zinsen, was dem Wert des US-Dollars zugutekommt. Fällt die Inflation unter 2 % oder ist die Arbeitslosenquote zu hoch, senkt die Fed möglicherweise die Zinsen, was den Greenback belastet.

In außergewöhnlichen Situationen greift die Federal Reserve auf Maßnahmen wie die quantitative Lockerung (QE) zurück. Dies geschieht, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um das Finanzsystem zu stabilisieren. QE ermöglicht es der Fed, mehr Geld zu drucken und US-Staatsanleihen von Banken zu kaufen, um die Kreditvergabe anzukurbeln. Diese expansive Maßnahme schwächt in der Regel den US-Dollar, da sie die Geldmenge erhöht und das Vertrauen in die Währung senkt.

Quantitative Tightening (QT) stellt den umgekehrten Prozess zu Quantitative Easing (QE) dar. Die US-Notenbank Federal Reserve beendet den Ankauf von Anleihen und investiert die fällig werdenden Rückzahlungen nicht in neue Anleihen. In der Regel wirkt sich dieser Prozess positiv auf den US-Dollar aus.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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