Das Paar USD/JPY hält sich im frühen asiatischen Handel am Dienstag nahe 158,55 auf positivem Terrain. Der japanische Yen (JPY) schwächt sich gegenüber dem US-Dollar (USD) nach dem kühler als erwarteten Inflationsbericht ab. Die Händler werden die vorläufigen Daten des US-amerikanischen S&P Global Einkaufsmanagerindex (PMI) für März beobachten, die später am Dienstag veröffentlicht werden.
Die am Dienstag vom japanischen Statistikamt veröffentlichten Daten zeigten, dass der nationale Verbraucherpreisindex (VPI) im Februar im Jahresvergleich um 1,3% stieg, verglichen mit 1,5% im Vormonat. Dieser Wert erreichte den niedrigsten Stand seit März 2022 und lag unter dem 2%-Ziel der Zentralbank.
Weitere Details zeigen, dass der nationale VPI ohne frische Lebensmittel, die Kerninflationsrate, im Februar bei 1,6% im Jahresvergleich lag, nach zuvor 2,0%. Dieser Wert lag unter dem Marktkonsens von 1,7%. Die sogenannte „Kern-Kern“-Inflation, die Preise für frische Lebensmittel und Energie ausschließt, stieg im Februar um 2,5% im Jahresvergleich, nach zuvor 2,6%.
Die Händler werden die Lage im Nahen Osten genau beobachten. Jegliche Anzeichen steigender Spannungen oder eines langwierigen Konflikts könnten die Sorgen über Inflation und steigende Energiepreise anheizen. Dies könnte wiederum den Greenback gegenüber dem JPY kurzfristig stützen.
US-Präsident Donald Trump gewährte dem Iran laut Bloomberg eine fünf Tage dauernde Atempause und verwies auf neue Gespräche mit Teheran, von denen er glaubte, dass sie eine Einigung zur Beilegung des Konflikts vermitteln könnten. Iranische Offizielle bestritten jedoch jegliche Gespräche mit den USA nach Trumps Äußerungen. Mohsen Rezaei, der leitende Militärberater des iranischen Obersten Führers Mojtaba Khamenei, erklärte, der Krieg werde so lange andauern, bis der Iran eine vollständige Entschädigung für die erlittenen Schäden erhalte.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.