Die japanische Premierministerin Sanae Takaichi versuchte am Donnerstag, ihre Unterstützung für US-Präsident Donald Trump zu bekräftigen, nachdem der Präsident in dieser Woche scheinbar beklagt hatte, dass Japan zu den Nationen gehörte, die seinem Aufruf zum Schutz der Straße von Hormus nicht schnell gefolgt waren.
Japan vermied es, die US-israelischen Angriffe auf den Iran, die am 28. Februar begannen, entweder zu unterstützen oder direkt zu kritisieren, und forderte stattdessen eine Deeskalation. Der Konflikt ist in Japan sehr unbeliebt, dessen Nachkriegsverfassung das Militär auf Selbstverteidigung beschränkt.
Am Donnerstag zuvor veröffentlichten die Führer von fünf europäischen Ländern und Japan eine gemeinsame Erklärung, in der sie Iran aufforderten, Angriffe auf die Straße von Hormus einzustellen, die den Handelsschiffverkehr blockieren, und erklärten, sie seien bereit, zu „angemessenen Bemühungen“ beizutragen, um die sichere Passage der Schiffe durch die Straße zu gewährleisten, wobei unklar ist, was dies genau umfasst.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.