Dow Jones-Futures bleiben stabil, da der Ton der Fed hawkischer wird

Quelle Fxstreet
  • Dow Jones-Futures bewegen sich nach einem starken Ausverkauf an der Wall Street, der durch Inflationssorgen ausgelöst wurde, kaum.
  • Händler werden angesichts einer hawkischeren Wende in der geldpolitischen Prognose der US-Notenbank vorsichtiger.
  • Die Fed wies auf Unsicherheiten hinsichtlich der wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Kriegs hin.

Die Dow Jones- und S&P 500-Futures bewegen sich während der europäischen Handelszeit am Donnerstag stabil bei etwa 46.530 bzw. 6.670, vor der Eröffnung des US-Kassamarkts. Unterdessen geben die Nasdaq 100-Futures zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts um 0,17 % nach und notieren nahe 24.600.

Die US-Aktien-Futures gaben am Donnerstag leicht nach, nachdem es in der vorherigen Sitzung zu einem starken Ausverkauf gekommen war, da Inflationssorgen die Wall Street belasteten. Am Mittwoch fiel der Dow Jones Industrial Average um 1,63 % auf den niedrigsten Stand seit November, während der S&P 500 und der Nasdaq Composite um 1,36 % bzw. 1,46 % nachgaben.

Die Marktstimmung wurde angesichts einer hawkischeren Wende in der geldpolitischen Prognose der US-Notenbank vorsichtiger. Die Fed beließ die Zinssätze auf ihrer März-Sitzung unverändert bei 3,50 %–3,75 %. Fed-Chef Jerome Powell erklärte, dass erwartet wird, dass die Inflation weiterhin allmählich nachlässt, jedoch könnte das Tempo der Disinflation langsamer sein als zuvor angenommen. Powell warnte zudem, dass steigende Ölpreise im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt kurzfristig zusätzlichen Aufwärtsdruck auf die Inflation ausüben könnten.

Die Fed wies auf Unsicherheiten hinsichtlich der wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Kriegs hin und hob gleichzeitig erhöhte Aufwärtsrisiken für die Inflation hervor. Die Entscheidungsträger deuteten an, dass Zinssenkungen wahrscheinlich verzögert werden, bis klarere Anzeichen für eine Entspannung des Preisauftriebs vorliegen, obwohl die Projektionen weiterhin eine Zinssenkung in diesem Jahr und eine weitere im Jahr 2027 vorsehen, was mit dem Ausblick vom Dezember übereinstimmt.

Unterdessen zeigten am Mittwoch veröffentlichte Daten, dass die US-Erzeugerpreise im Februar stärker als erwartet gestiegen sind, was anhaltende Inflationsdruck jenseits des Energiesektors bestätigt. Der Erzeugerpreisindex (PPI) stieg im Monatsvergleich um 0,7 %, nach 0,5 % im Januar und deutlich über den erwarteten 0,3 %, was den größten Anstieg seit sieben Monaten markiert. Im Jahresvergleich stieg der Gesamt-PPI auf 3,4 %, während der Kern-PPI von zuvor 3,5 % auf 3,9 % beschleunigte. Die Anleger blicken nun auf die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, um weitere Einblicke in die Lage am Arbeitsmarkt zu erhalten.

Dow Jones - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.

Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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