USD/JPY fiel am Donnerstag um 1,25 % und rutschte wieder unter die 158,00-Marke, um sich in einer von breiter Yen-Stärke geprägten Sitzung nahe 157,80 zu stabilisieren. Das Paar war Anfang der Woche bis auf wenige Pips an die 160,00-Marke herangeklettert, bevor es stark zurückdrehte, und die große bärische Kerze am Donnerstag löschte die meisten Gewinne der vorangegangenen fünf Sitzungen aus. Der Kurs handelt nun in der Mitte der breiten Spanne zwischen 152,00 und 160,00, die die Kursbewegung seit Ende Januar eingrenzt.
Die Bank of Japan (BoJ) beließ ihren Leitzins am Donnerstag wie erwartet bei 0,75 %, doch die begleitende Erklärung und die Pressekonferenz von Gouverneur Kazuo Ueda hatten einen deutlich hawkischen Ton. Ueda warnte, dass steigende Rohölpreise durch den Nahostkonflikt die zugrunde liegende Inflation nach oben treiben könnten, und fügte hinzu, dass Unternehmen die Kosten aggressiver weitergeben könnten als nach dem Krieg in der Ukraine, da Löhne und Preise bereits aktiv steigen. Vorläufige Shunto-Lohnforderungen liegen im Durchschnitt nahe 5,9 %, wobei die Ergebnisse der ersten Runde von Rengo am 23. März erwartet werden. Die japanischen Märkte bleiben am Freitag wegen des Frühlings-Tagundnachtgleiche-Tages geschlossen, was die Liquidität verringern und das Paar bis zum Wochenende in einer Spanne halten könnte.
Auf der US-Dollar-Seite beließ die Federal Reserve (Fed) die Zinsen am Mittwoch in einer 11-1 Abstimmung bei 3,50 % bis 3,75 %, wobei Gouverneur Miran für eine Senkung stimmte. Die aktualisierten Projektionen deuten weiterhin auf eine Zinssenkung in diesem Jahr hin, doch Vorsitzender Jerome Powell bemerkte, es sei „zu früh, um die volle wirtschaftliche Auswirkung“ des Iran-Konflikts zu kennen, und der Produzentenpreisindex (PPI) für Februar lag mit 0,7 % MoM deutlich über den erwarteten 0,3 %. Die US-Daten am Donnerstag waren gemischt: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sanken auf 205.000 gegenüber einem Konsens von 215.000, während die Verkäufe neuer Häuser um 17,6 % MoM einbrachen.
Im Tages-Chart handelt USD/JPY bei 157,85. Die kurzfristige Tendenz ist bullisch, da der Kurs deutlich über dem steigenden 50-Tage-EMA nahe 156,70 liegt und die Erholung aus dem Bereich um Mitte 152,00 ausweitet. Die große Lücke zwischen dem Spotkurs und dem 200-Tage-EMA bei rund 153,70 unterstreicht einen fest etablierten Aufwärtstrend, während der Stochastische RSI trotz einer Abschwächung vom extrem überkauften Bereich weiterhin auf hohem Niveau verbleibt, was anhaltenden Aufwärtsdruck anzeigt und kein abgeschlossenes Top.
Die erste Unterstützung liegt bei 156,70, wo der 50-Tage-EMA mit jüngsten Swing-Tiefs zusammenfällt, gefolgt von 155,90 vor der stärkeren Zone um 153,70, definiert durch den 200-Tage-EMA. Solange der Kurs über 156,70 bleibt, werden Käufer wahrscheinlich den Widerstand bei 158,00 testen, wobei ein Ausbruch das jüngste Hoch nahe 159,90 freigeben würde. Ein Tagesschluss unter 155,90 würde die bullische Struktur schwächen und eine tiefere Korrektur in Richtung 153,70 eröffnen, doch der breitere Trend bleibt nach oben gerichtet, solange der Spotkurs über diesem längerfristigen Durchschnitt handelt.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.