Die Strategen von TD Securities sehen den US-Dollar durch den eher restriktiven Ton von Jerome Powell gestützt. Die Märkte hätten Zinssenkungen der Federal Reserve für 2026 zunehmend ausgepreist. Als entscheidenden Faktor für die weitere Entwicklung der US-Währung betrachten sie die Dauer des Nahost-Konflikts sowie damit verbundene Zölle und Ölpreisschocks.
Die Dauer des Konflikts gilt dabei als maßgeblich für den weiteren Kurs des US-Dollar.
"Die Märkte haben Powells Pressekonferenz als eher restriktiv interpretiert, wodurch Zinssenkungen der Fed für 2026 ausgepreist wurden und der US-Dollar Unterstützung erhielt. Für Zentralbanken ist es angesichts der erhöhten Unsicherheit durch den Konflikt und die Weitergabe von Zöllen an die Preise schwierig, sich auf einen klaren Kurs festzulegen."
"Wir erwarten, dass die Dauer des Konflikts der wichtigste Treiber für den breiten US-Dollar bleibt. Je länger er anhält, desto stärker dürfte das klassische Risikoaversion-Verhalten an den Märkten zunehmen und den Dollar weiter stützen."
"In Bezug auf globale Verwundbarkeiten sind die USA aufgrund ihrer Energieunabhängigkeit und der geografischen Distanz zur Nahost-Region vergleichsweise gut gegen den Schock abgeschirmt. Sollte sich die Lage bis in den Sommer hineinziehen, dürfte die Fed dem Inflationsschock Priorität einräumen und ihre Politik unverändert lassen, während andere Zentralbanken gleichzeitig mit Wachstums- und Inflationsbelastungen konfrontiert sein werden. Dies würde Wachstums- und Zinsdifferenzen erneut zugunsten des US-Dollar verschieben."