Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, sagte, dass sie erwartet, bis Oktober 2027 als EZB-Präsidentin zu dienen, berichtete das Wall Street Journal am Freitag.
Es gibt Spekulationen, dass Lagarde möglicherweise früher zurücktreten könnte. Lagarde lehnte es ab, direkt zu dem Bericht über einen möglichen vorzeitigen Rücktritt Stellung zu nehmen. Sie erklärte jedoch, dass das Weltwirtschaftsforum (WEF) eine der vielen Optionen sei, die sie in Betracht ziehe, sobald sie die Zentralbank verlässt.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert der EUR/USD um 0,09% niedriger bei 1,1757.
Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.
In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.
Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.