Das Wachstum des Ethereum-Netzwerks (ETH) ist in der vergangenen Woche ins Stocken geraten. Damit wurde der zuvor explosive Anstieg der letzten zwei Monate vorerst gestoppt.
Die Zahl aktiver Adressen und das Transaktionsvolumen waren in diesem Zeitraum auf Rekordstände gestiegen – und das trotz eines Preisrückgangs von 42 Prozent bei ETH. In den vergangenen sieben Tagen zeigen jedoch beide Kennzahlen nach unten.
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ETH Aktive Adressen. Quelle: CryptoQuant
Die Abschwächung folgt auf eine Phase der Preisstabilisierung in den letzten zwei Wochen. Zuvor hatte ein anhaltender Abwärtstrend von Mitte Januar bis Anfang Februar die Notierungen belastet.
Gleichzeitig verharrt das Net Taker Volume von ETH auf Binance seit Januar im negativen Bereich. Das deutet darauf hin, dass Short-Trader weiterhin das Futures-Geschehen auf der Kryptobörse dominieren. Das Net Taker Volume misst die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufsvolumen von Marktteilnehmern, die mit Market-Orders handeln.
Trotz anhaltender Anzeichen für eine bärische Dominanz lässt der Verkaufsdruck aus den USA allmählich nach. Die Abflüsse aus US-Spot-ETFs auf ETH haben sich in den vergangenen Tagen verlangsamt. Laut Daten von SoSoValue verzeichneten die Produkte in dieser Woche bislang Nettozuflüsse von 6,8 Millionen US-Dollar.
Ein ähnliches Bild zeigt sich im Coinbase Premium Index. Obwohl der Indikator weiter im negativen Bereich liegt, hat er sich gegenüber den Tiefständen zu Monatsbeginn leicht verbessert.
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ETH Coinbase Premium Index. Quelle: CryptoQuant
Unterdessen haben sogenannte Ethereum-Akkumulationsadressen ihre Käufe in den vergangenen Monaten verstärkt. Dies geschah parallel zu fallenden Kursen und entspricht einer der schnellsten Wachstumsraten, die bislang gemessen wurden.
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ETH Akkumulationsadressen. Quelle: CryptoQuant
Auch im Staking-Bereich fließt weiterhin Kapital in ETH. Die Warteschlange für Vermögenswerte, die auf eine aktive Teilnahme am Staking warten, ist auf 3,82 Millionen ETH gestiegen.
Im Tageschart notiert ETH/USDT zum Zeitpunkt der Erstellung bei 1.950 US-Dollar und damit 0,2 Prozent niedriger als 24 Stunden zuvor. Der 20-Tage-EMA bei 2.157 Dollar zeigt weiter nach unten und begrenzt Erholungsversuche, womit der bärische Grundton bestehen bleibt. Ein klarer Schlusskurs über diesem Durchschnitt würde den kurzfristigen Druck mindern.

ETH/USDT Tageschart
Der Relative-Stärke-Index (RSI) bei 33 nahe der überverkauften Zone signalisiert schwaches Momentum. Ein Anstieg über die Marke von 50 könnte das kurzfristige Bild aufhellen. Unmittelbare Widerstände liegen bei 2.107 Dollar, gefolgt von 2.388 Dollar. Unterstützungen werden bei 1.741 Dollar und darunter bei 1.524 Dollar gesehen. Ein Ausbruch über den ersten Widerstand könnte den Weg zur nächsten Hürde öffnen, während ein Bruch der ersten Unterstützung das Risiko weiterer Verluste erhöhen würde.