Der Gouverneur der Federal Reserve (Fed), Christopher Waller, sagte, dass er eine Zinssenkung bei der September-Sitzung unterstützen würde und weitere Senkungen in den nächsten drei bis sechs Monaten, um einen Zusammenbruch des Arbeitsmarktes zu verhindern, berichtete Reuters am späten Donnerstag.
Die Zeit ist gekommen, die Geldpolitik in eine neutralere Haltung zu bewegen.
Würde eine Senkung um 25 Basispunkte bei der September-Sitzung der Fed unterstützen.
Erwartet zusätzliche Zinssenkungen in den nächsten 3–6 Monaten.
Glaubt nicht, dass eine größere Zinssenkung im September notwendig ist, es sei denn, der Arbeitsmarktbericht für August zeigt eine erhebliche Schwächung und die Inflation bleibt gut kontrolliert.
Wollte eine Zinssenkung im Juli, fühlt sich jetzt stärker dafür.
Der Leitzins ist 'mäßig restriktiv', geschätzt 1,25 bis 1,50 Prozentpunkte über neutral.
Die zugrunde liegende Inflation, unter Berücksichtigung des vorübergehenden Effekts von Zöllen, liegt nahe bei 2%.
Die Nachfrage nach Arbeitskräften schwächt sich ab, und das ist nicht gut.
Die Abwärtsrisiken für den Arbeitsmarkt haben zugenommen.
Es gibt keine festgelegte Reihenfolge, wie schnell die Zinsen gesenkt werden sollen.
Wir wissen, dass wir auf neutral zusteuern, es ist nur eine Frage, wie schnell wir dort ankommen.
Bei Redaktionsschluss lag der US Dollar Index (DXY) 0,03% im Plus und notierte bei 97,90.
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.