Strategen der HSBC sehen den US-Dollar nach einem vorläufigen Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran sowie einer veränderten Kommunikation der US-Notenbank Fed aus den bisherigen Handelsspannen der G10-Währungen ausbrechen. Die restriktivere Neubewertung der US-Zinserwartungen, gestützt durch die robuste Entwicklung der US-Wirtschaft, dürfte dem Dollar nach Einschätzung der Experten weiteren Auftrieb verleihen. Der Dollar-Index (DXY) sei bereits über die Marke von 101 gestiegen.
„Das vorläufige Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran sowie die veränderte Kommunikation der US-Notenbank (Fed) haben das zuvor von Handelsspannen geprägte Verhalten mehrerer G10-Währungen beendet. Die veränderte Botschaft der Fed stützt den US-Dollar besonders und ermöglicht den Ausbruch aus den seit Langem etablierten Handelsspannen. Entsprechend stieg der US-Dollar-Index (DXY) über die Marke von 101 (Bloomberg, 26. Juni).“
„Obwohl nachlassende geopolitische Spannungen die Nachfrage nach dem US-Dollar als ,sicherem Hafen' üblicherweise dämpfen, erwarten wir, dass die zunehmend restriktive Neubewertung der Erwartungen an die US-Zinsen kurzfristig zum wichtigsten Treiber wird und den Dollar weiter stärkt. Entscheidend ist dabei, dass die Geldpolitik der Fed weiterhin auf der anhaltenden Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft basiert und nicht auf stagflationsähnlichen Zielkonflikten, die die geldpolitische Debatte in anderen G10-Volkswirtschaften prägen.“
„Die restriktivere Neubewertung der US-Zinserwartungen, gestützt durch die robuste Konjunktur, ist positiv für den US-Dollar.“
„Das Abkommen zwischen den USA und dem Iran sowie die veränderte Kommunikation der Fed haben die Seitwärtsbewegungen vieler G10-Währungspaare beendet.“