TradingKey - Angesichts der bevorstehenden Gespräche zwischen den USA und dem Iran sowie der US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) dürfte der Seitwärtstrend von Bitcoin durchbrochen werden, wobei ein potenzieller Rückgang auf 50.000 USD droht.
Am 30. Juni notierte Bitcoin ( BTC) weiterhin volatil nahe der Marke von 60.000 USD und legte heute leicht um 0,7 % auf 59.900 USD zu. Am vergangenen Donnerstag näherte sich der Bitcoin-Kurs der Marke von 58.000 USD und touchierte sein Tief vom September 2024; seither schwankt er in einer engen Spanne um die 60.000 USD-Marke. Kann der Bitcoin-Kurs angesichts der bevorstehenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sowie der US-Arbeitsmarktdaten diese Sackgasse überwinden?
Gestern erklärte US-Präsident Trump gegenüber Medien im Weißen Haus, dass die USA und der Iran heute (30. Juni) Gespräche in Doha, der Hauptstadt von Katar, führen. Am Vorabend der Verhandlungen bleiben sowohl Bullen als auch Bären vorsichtig. Die harte Haltung der Trump-Regierung gepaart mit dem Zögern Teherans hat eine hohe Unsicherheit in die Gespräche gebracht und hält die globale Anlegerstimmung angespannt.
Sollten die Verhandlungen Fortschritte machen, ist der Bitcoin-Kurs bereit, die Marke von 60.000 USD zu durchbrechen und sich darüber zu etablieren. Sollten die geopolitischen Spannungen hingegen wieder aufflammen und eine Straffung der Liquidität den Kurs weiter nach unten ziehen, könnte die Marke von 58.000 USD unterschritten werden. Im Vergleich zu den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran dürften die anstehenden US-Arbeitsmarktdaten (NFP) für Juni jedoch einen größeren Einfluss auf Bitcoin haben. Der Hauptgrund dafür ist, dass die „Liquiditätsbepreisung“ in dieser Phase zum Haupttreiber für Bitcoin geworden ist, während eine geopolitische Entspannung nur eine kurzfristige Erholung der Marktstimmung bewirkt.
An diesem Donnerstag (2. Juli) werden die USA die NFP-Arbeitsmarktdaten für Juni veröffentlichen, wobei die Konsensschätzungen im Allgemeinen zwischen +100.000 und +145.000 liegen. Ein unerwartet starker Wert würde darauf hindeuten, dass der Arbeitsmarkt weiterhin sehr robust ist, was die Zinssenkungserwartungen der US-Notenbank dämpfen und die Renditen von US-Staatsanleihen in die Höhe treiben würde. Dies ist ein direktes Negativsignal für nicht-zinstragende Vermögenswerte wie Bitcoin, und die Bären würden diese Dynamik zweifellos für Verkäufe nutzen, was Bitcoin potenziell auf seine nächste wichtige Verteidigungslinie drücken könnte.
Ein deutlich schwächerer Wert, insbesondere unter 100.000, würde hingegen die Sorgen vor einer Konjunkturabkühlung schüren und die Federal Reserve zu einer taubenhafteren Haltung zwingen. Dies würde den Bullen als „ultimativer Katalysator“ dienen, um die Pattsituation bei 60.000 USD zu durchbrechen und eine Erholung auszulösen. Sollten die Daten hingegen unverändert ausfallen, würde dies den derzeit ohnehin fragilen Kryptomarkt belasten, sodass ein weiterer Rückgang des Bitcoin-Kurses kaum zu vermeiden wäre.
Bitcoin-Kurschart, Quelle: TradingView
Aus technischer Sicht bleibt die Marke von 60.000 USD die Wasserscheide zwischen Bullen und Bären. Die Bullen müssen die Spanne von 60.000 bis 61.000 USD unter hohem Volumen zurückerobern, um das bärische Tagesmuster von Bitcoin zu durchbrechen; andernfalls wird jeder Ausbruchsversuch lediglich eine Bullenfalle sein. Sollte das makroökonomische Umfeld für den Kryptomarkt weiterhin ungünstig bleiben, droht Bitcoin ein Rückgang auf seine nächste wichtige Unterstützungslinie bei der psychologischen Marke von 50.000 USD.