US Dollar Index steigt über 100,00 aufgrund positiver US-NFP-Daten und geopolitischer Risiken

Quelle Fxstreet
  • Der US Dollar Index (DXY) gewinnt Stärke und notiert im asiatischen Handel am Montag bei rund 100,25. 
  • Die US Nonfarm Payrolls (NFP) stiegen im März um 178.000, stärker als erwartet; die Arbeitslosenquote sank leicht auf 4,3 %. 
  • Die US-ISM-Daten zum Dienstleistungs-EMI für März werden später am Montag erwartet. 

Der US Dollar Index (DXY), ein Index, der den Wert des US-Dollars (USD) gegenüber einem Korb von sechs Weltwährungen misst, notiert derzeit während der asiatischen Handelszeiten am Montag nahe 100,25. Der DXY steigt aufgrund der stärker als erwarteten US-Arbeitsmarktdaten und der erhöhten Unsicherheit im Nahen Osten.

Am Freitag veröffentlichte Daten des US Bureau of Labor Statistics (BLS) zeigten, dass die US-Wirtschaft im März 178.000 Arbeitsplätze hinzugefügt hat, verglichen mit einem Rückgang von 133.000 (revidiert von -92.000) im Februar. Dieser Wert lag über den Schätzungen eines Zuwachses von 60.000. Die Arbeitslosenquote sank leicht auf 4,3 %, was jedoch hauptsächlich auf eine deutliche Verringerung der Erwerbsbevölkerung zurückzuführen ist.

Nach dem positiven Arbeitsmarktbericht deuteten die Futures laut dem CME FedWatch Tool nahezu keine Chance auf eine Zinssatzänderung bei der Federal Open Market Committee (FOMC)-Sitzung am 28.-29. April an und eine 77,5%ige Wahrscheinlichkeit, dass die Fed bis zum Jahresende an der Zinspolitik festhält.

Die steigenden Spannungen zwischen den USA und Iran könnten den US-Dollar als sicheren Hafen stützen. US-Präsident Donald Trump setzte Iran eine Frist bis Dienstag, die Straße von Hormus wieder zu öffnen, und drohte, die Kraftwerke und Brücken des Landes anzugreifen, falls dies nicht geschieht. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums erklärte, dass Teheran Angriffe auf seine Infrastruktur erwidern und ähnliche Infrastruktur der USA oder verbundener Parteien ins Visier nehmen werde.

Händler bereiten sich auf die Veröffentlichung des US-ISM-Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex (EMI) für März später am Montag vor. Sollte der Bericht ein schwächeres Ergebnis als erwartet zeigen, könnte dies den DXY kurzfristig nach unten ziehen. 

US-Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der US-Dollar (USD) ist die offizielle Währung der Vereinigten Staaten und in vielen weiteren Ländern als „de facto“-Währung im Umlauf. Er ist die am häufigsten gehandelte Währung weltweit und dominiert mit 88 % des globalen Devisenhandels. Daten von 2022 zeigen, dass täglich ein Handelsvolumen von rund 6,6 Billionen US-Dollar umgesetzt wird. Der US-Dollar löste nach dem Zweiten Weltkrieg das Britische Pfund als Weltreservewährung ab, nachdem der Goldstandard 1971 abgeschafft wurde.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des US-Dollars beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Federal Reserve (Fed) bestimmt wird. Die Fed hat zwei Hauptziele: Preisstabilität (Inflationskontrolle) und Förderung der Vollbeschäftigung. Ihr primäres Werkzeug zur Erreichung dieser Ziele ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Preise zu schnell steigen und die Inflation über dem Ziel von 2 % liegt, erhöht die Fed die Zinsen, was dem Wert des US-Dollars zugutekommt. Fällt die Inflation unter 2 % oder ist die Arbeitslosenquote zu hoch, senkt die Fed möglicherweise die Zinsen, was den Greenback belastet.

In außergewöhnlichen Situationen greift die Federal Reserve auf Maßnahmen wie die quantitative Lockerung (QE) zurück. Dies geschieht, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um das Finanzsystem zu stabilisieren. QE ermöglicht es der Fed, mehr Geld zu drucken und US-Staatsanleihen von Banken zu kaufen, um die Kreditvergabe anzukurbeln. Diese expansive Maßnahme schwächt in der Regel den US-Dollar, da sie die Geldmenge erhöht und das Vertrauen in die Währung senkt.

Quantitative Tightening (QT) stellt den umgekehrten Prozess zu Quantitative Easing (QE) dar. Die US-Notenbank Federal Reserve beendet den Ankauf von Anleihen und investiert die fällig werdenden Rückzahlungen nicht in neue Anleihen. In der Regel wirkt sich dieser Prozess positiv auf den US-Dollar aus.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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