Die Dow Jones-Futures steigen um 0,81 % auf über 45.800 während der europäischen Handelszeiten, vor der regulären Markteröffnung in den Vereinigten Staaten (US) am Dienstag. Unterdessen legen die S&P 500- und Nasdaq 100-Futures um 0,78 % bzw. 0,54 % zu und notieren zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts nahe 6.440 bzw. 23.260.
Die US-Aktien-Futures stiegen, da nachlassende Risikoaversion und niedrigere Ölpreise das Marktsentiment hoben, angetrieben von steigenden Erwartungen, dass US-Präsident Donald Trump den Iran-Konflikt beenden könnte. Das Wall Street Journal berichtete, dass Trump seinen Beratern signalisiert habe, die Kampagne möglicherweise zu stoppen, selbst wenn die Straße von Hormus weitgehend geschlossen bleibt. Analysten betrachten den jüngsten Rückgang der Ölpreise jedoch als kurzfristige Reaktion und betonen, dass ein anhaltender Rückgang eine vollständige Wiederherstellung der Schifffahrtsströme durch die Straße erfordern würde.
Unterdessen verbesserte sich das Marktsentiment nach dovishen Äußerungen von Federal Reserve (Fed)-Vorsitzendem Jerome Powell, der bekräftigte, dass die langfristigen US-Inflationserwartungen trotz der eskalierenden Spannungen im Nahen Osten gut verankert bleiben. Powell betonte zudem, dass die aktuelle geldpolitische Ausrichtung der Fed den Entscheidungsträgern Spielraum gibt, die breiteren wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Konflikts zu bewerten.
Während der regulären US-Handelssitzung am Montag stieg der Dow Jones um 0,11 %, während der S&P 500 und der Nasdaq 100 um 0,39 % bzw. 0,73 % fielen. Der S&P 500 liegt nun nur noch etwas mehr als 9 % unter seinem jüngsten Schlusskurs-Hoch, was hauptsächlich auf Schwäche bei Technologiewerten zurückzuführen ist, die um mehr als 1 % nachgaben. Art Hogan von B. Riley Wealth Management stellte fest, dass der Rücksetzer eine typische Marktkorrektur zu sein scheint und keine ungewöhnliche Entwicklung darstellt. Er fügte hinzu, dass Rückgänge von rund 10 % in längerfristigen Marktzyklen üblich sind, berichtete CNBC.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.