EUR/CAD hat seine jüngsten Verluste vom vorherigen Handelstag wieder aufgeholt und bewegt sich während der europäischen Handelszeiten am Dienstag um die Marke von 1,5990. Das Währungspaar hält sich stabil, da der rohstoffgebundene kanadische Dollar (CAD) angesichts schwächerer Ölpreise kämpft, was auf wachsende Spekulationen zurückzuführen sein könnte, dass US-Präsident Donald Trump den Iran-Konflikt beenden könnte, wodurch die Befürchtungen anhaltender Versorgungsunterbrechungen nachlassen.
Der West Texas Intermediate (WTI)-Ölpreis wertet nach vier Tagen mit Gewinnen ab und notiert zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bei rund 99,60 USD pro Barrel. Das Wall Street Journal berichtete, dass Trump seinen Beratern signalisiert habe, bereit zu sein, die Kampagne gegen den Iran-Krieg zu stoppen, selbst wenn die Straße von Hormus weitgehend geschlossen bleibt. Analysten sehen den Preisrückgang als kurzfristige Reaktion und weisen darauf hin, dass ein nachhaltiger Rückgang von einer vollständigen Wiederherstellung der Durchflüsse durch die Straße abhängen würde.
Das EUR/CAD-Paar bleibt stärker, da der Euro (EUR) trotz der Veröffentlichung schwächer als erwarteter deutscher Einzelhandelsumsätze seine Position hält. Die Aufmerksamkeit der Händler richtet sich später am Tag auf die deutschen Arbeitslosenzahlen und vorläufige Daten zum harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) der Eurozone.
Die deutschen Einzelhandelsumsätze sanken im Februar um 0,6% MoM, entgegen den Markterwartungen von 0,2% Zuwachs. Im Januar waren die Daten um 1,1% gefallen, revidiert von zuvor -0,9%. Die jährlichen Einzelhandelsumsätze wuchsen moderat um 0,7%, gegenüber Schätzungen von 1% und der vorherigen Veröffentlichung von 1,2%.
Der Gouverneur der Banque de France, François Villeroy de Galhau, erklärte am Montag, dass die Entscheidungsträger bereitstehen, zu handeln, falls die energiegetriebene Inflation sich ausweitet. Villeroy merkte auch an, dass der energiebedingte Schock im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg kurzfristig inflationsfördernd sein dürfte, obwohl die Europäische Zentralbank den anfänglichen Preisanstieg nicht verhindern kann.
Die Einzelhandelsumsätze werden vom Statistischen Bundesamt Deutschland veröffentlicht und sie erfassen die Änderungen im Einzelhandelssektor. Sie zeigen kurz- und mittelfristig die Wertentwicklung des Einzelhandels. Generell ist eine hohe Lesung für den EUR bullish, während eine niedrige Lesung entsprechend bearish ist.
Mehr lesenLetzte Veröffentlichung: Di März 31, 2026 06:00
Häufigkeit: Monatlich
Aktuell: -0.6%
Prognose: 0.2%
Vorher: -0.9%
Quelle: