Der Australische Dollar (AUD) notiert gegenüber seinen wichtigsten Währungspartnern höher, wobei das Paar AUD/USD im europäischen Handel am Dienstag um 0,15% auf nahe 0,6865 steigt. Die Gewinne des Antipoden resultieren aus einer risikofreudigen Marktstimmung, nachdem der US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, dass er bereit sei, den Krieg mit dem Iran zu beenden, obwohl die Straße von Hormus weiterhin geschlossen bleibt.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Australischer Dollar (AUD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Australischer Dollar war am stärksten gegenüber dem Neuseeländischer Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | -0.06% | -0.19% | -0.08% | 0.12% | -0.08% | 0.20% | 0.09% | |
| EUR | 0.06% | -0.12% | 0.02% | 0.26% | 0.00% | 0.29% | 0.18% | |
| GBP | 0.19% | 0.12% | 0.13% | 0.35% | 0.13% | 0.40% | 0.31% | |
| JPY | 0.08% | -0.02% | -0.13% | 0.21% | -0.01% | 0.27% | 0.19% | |
| CAD | -0.12% | -0.26% | -0.35% | -0.21% | -0.22% | 0.06% | -0.03% | |
| AUD | 0.08% | -0.00% | -0.13% | 0.00% | 0.22% | 0.29% | 0.19% | |
| NZD | -0.20% | -0.29% | -0.40% | -0.27% | -0.06% | -0.29% | -0.10% | |
| CHF | -0.09% | -0.18% | -0.31% | -0.19% | 0.03% | -0.19% | 0.10% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Australischer Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als AUD (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.
Die S&P 500-Futures steigen um über 0,7% auf nahe 6.400 und spiegeln die verbesserte Risikoappetit der Anleger wider.
Laut einem Bericht des Wall Street Journal (WSJ) sagte US-Präsident Trump seinen Beratern, dass er bereit sei, die US-Militärkampagne gegen den Iran zu beenden, selbst wenn die Straße von Hormus größtenteils geschlossen bleibt. Der Bericht stellte außerdem fest, dass Regierungsbeamte einschätzten, dass die Wiedereröffnung der Wasserstraße eine Verlängerung der Militäroperation über den Zeitrahmen von vier bis sechs Wochen hinaus bedeuten würde.
Das Ende eines monatelangen Krieges im Nahen Osten würde die geopolitischen Spannungen verringern; jedoch würde die Aussicht auf höhere Ölpreise aufgrund der Befürchtungen, dass die Straße von Hormus geschlossen bleibt, den Druck auf Währungen von Volkswirtschaften, die stark auf Ölimporte zur Deckung ihres Energiebedarfs angewiesen sind, aufrechterhalten.
Im Bereich der Geldpolitik zeigten die Protokolle der März-Sitzung der Reserve Bank of Australia (RBA) am selben Tag, dass die Mehrheit der Entscheidungsträger zustimmte, dass „eine weitere Straffung wahrscheinlich erforderlich sein wird, jedoch Uneinigkeit über den Zeitpunkt bestand“.
In der Sitzung kündigte die RBA eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte (bps) im Official Cash Rate (OCR) an, wodurch dieser auf 4,1% angehoben wurde, und stellte klar, dass der Inflationsdruck bereits vor dem durch den Nahostkrieg ausgelösten Anstieg der Ölpreise höher war.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.