Die Dow Jones-Futures gaben am Dienstag während der europäischen Handelsstunden um 0,03 % auf etwa 49.550 nach. S&P 500- und Nasdaq 100-Futures fielen um 0,16 % bzw. 0,48 % und handelten zum Zeitpunkt des Schreibens nahe 6.850 und 24.700.
US-Index-Futures fallen angesichts der gestiegenen Risikoaversion und setzen den Verkaufsdruck der letzten Woche fort, der durch Bedenken über AI-Disruptionen in mehreren Branchen ausgelöst wurde. Software-Aktien führten die Rückgänge an, da fortschrittliche AI-Tools wie Anthropic's Claude Cowork Ängste vor strukturellem Druck auf traditionelle Software-Geschäftsmodelle verstärkten. Halbleiteraktien erwiesen sich als relativ widerstandsfähig, unterstützt durch die Erwartung, dass die breitere Akzeptanz von AI weiterhin die Nachfrage nach Hochleistungsrechnern und fortschrittlichen Chips antreiben wird.
Die Marktstimmung bleibt vorsichtig vor den bevorstehenden Protokollen des Federal Open Market Committee (FOMC), die am Mittwoch fällig sind. Dennoch könnten US-Aktien an Boden gewinnen, da die schwächeren US-Verbraucherpreisindex-Daten (CPI) für Januar sowie stabilisierende Arbeitsmarktzahlen die Erwartungen verstärkten, dass die Federal Reserve (Fed) möglicherweise später in diesem Jahr mit Zinssenkungen beginnen könnte. Laut dem FedWatch-Tool der CME Group preisen die Märkte nun eine Wahrscheinlichkeit von 52,7 % für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte im Juni und 42,7 % im Juli ein.
Händler werden sich auf eine neue Welle von Unternehmensgewinnen konzentrieren, mit Ergebnissen von Walmart, Warner Bros. Discovery und Booking Holdings, die später in dieser Woche fällig sind. Auf der Datenseite werden am Freitag das annualisierte Bruttoinlandsprodukt (BIP) für Q4 und die Kernpreise der persönlichen Konsumausgaben - Preisindex-Daten veröffentlicht, um klarere Signale für den politischen Ausblick zu erhalten.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.