Der US-Dollar-Index (DXY), ein Index, der den Wert des US-Dollars (USD) im Vergleich zu einem Korb von sechs Weltwährungen misst, notiert derzeit während der frühen Handelsstunden in Europa bei etwa 98,80. Der DXY fällt nach dem Signal von US-Präsident Donald Trump, dass der laufende Konflikt im Nahen Osten bald enden könnte.
Trump sagte während einer Pressekonferenz am Montag, dass der Krieg gegen den Iran "sehr bald" enden werde und fügte hinzu, dass die Ölpreise fallen werden. Darüber hinaus deutete die US-Regierung an, dass sie in Erwägung ziehe, die Kontrolle über die Straße von Hormuz zu übernehmen, um den Fluss von Tankern zu gewährleisten, was die Ängste vor einem Anstieg der Ölpreise verringert. Dies zieht den US-Dollar im Vergleich zu seinen Rivalen nach unten, da die Nachfrage nach sicheren Anlagen nachlässt.
Dennoch gab Trump keinen klaren Zeitrahmen für die Beendigung der Angriffe an, die den Nahen Osten und die globalen Märkte erschüttert haben, und das israelische Militär startete eine neue Welle von Angriffen auf den Iran und den Libanon. Die Unsicherheit im Zusammenhang mit den Konflikten im Nahen Osten könnte den DXY kurzfristig stützen.
Der US-Präsident sagte, der Krieg werde beendet, wenn der Iran nicht mehr in der Lage sei, Waffen gegen Washington, Israel und andere Verbündete einzusetzen. In der Zwischenzeit intensivierte die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) ihre Operationen gegen die USA und Israel. Die IRGC kündigte den Beginn der Angriffe auf die technologische Infrastruktur des Feindes in der Region an.
Händler bereiten sich auf den US-VPI-Inflationsbericht für Februar am Mittwoch vor, um weitere Hinweise auf den Zinsweg der USA zu erhalten. Der Gesamt-VPI wird voraussichtlich einen Anstieg von 2,4 % im Jahresvergleich im Februar zeigen. Der Kern-VPI, der die oft volatilen Kategorien Lebensmittel und Energie ausschließt, wird voraussichtlich im gleichen Zeitraum um 2,5 % steigen. Wenn die Berichte schwächere als erwartete Ergebnisse zeigen, könnte dies den Greenback belasten.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.