Uniswap greift an: Neue Plattform soll Token-Starts und Handel revolutionieren

Quelle Fxstreet

Uniswap hat von Spark Stablecoin-Liquidität im Wert von 150 Millionen US-Dollar erhalten. Die Vermögenswerte sollen in DualPool überführt werden, einen neuen, speziell entwickelten Liquiditäts-Hook, wie aus einer Mitteilung vom Donnerstag hervorgeht.

Mit der neuen Struktur können Liquiditätsanbieter künftig Swap-Gebühren verdienen, während ihre hinterlegten Vermögenswerte weiterhin Erträge erwirtschaften. Damit entfällt die bisherige Entscheidung zwischen Gebühreneinnahmen und Rendite.

USDS wird zunächst als Kursreferenz für DualPool dienen. Liquidität in USDT und PYUSD soll im Rahmen des von Spark koordinierten Systems folgen. Die Integration soll die Stablecoin-Liquidität auf Uniswap v4 erhöhen und die Preisabweichungen (Slippage) für Händler verringern.

Uniswap baut Angebot um Infrastruktur für Token-Starts aus

Uniswap Labs hat zudem ein Token-Auktionstool ohne Programmieraufwand in die Uniswap-Web-App integriert. Damit können Projekte laut einer Mitteilung vom Mittwoch Token über Onchain-Auktionen erstellen und verteilen, ohne eigene Smart Contracts entwickeln zu müssen.

Die Funktion bietet eine Self-Service-Oberfläche, über die Teams entweder einen bestehenden Token importieren oder einen neuen erstellen und den Token-Verkauf direkt über die Plattform starten können.

Die Auktionen werden in einem eigenen Bereich der Uniswap-Web-App, dem Reiter „Auctions“, angeboten. Dort können Teilnehmer Gebote abgeben und den Verlauf in Echtzeit verfolgen.

Mit der Einführung erweitert Uniswap sein Angebot über den dezentralen Handel hinaus und positioniert sich stärker im Markt für Token-Starts, der in den vergangenen Jahren von Plattformen wie Pump.fun dominiert wurde.

CCA-Modell ermöglicht Onchain-Preisfindung

Die neue Plattform von Uniswap basiert auf dem Verfahren der Continuous Clearing Auctions (CCA), das eine transparente und erlaubnisfreie Verteilung von Token durch eine Onchain-Preisfindung ermöglichen soll.

Im Gegensatz zu Verkäufen mit Festpreisen oder festen Zuteilungen werden Gebote bei CCA fortlaufend Onchain abgewickelt. Dadurch können sich die Token-Preise während des gesamten Auktionsprozesses entsprechend der Marktnachfrage anpassen. Nach Angaben von Uniswap Labs verringert das Konzept die Möglichkeiten für sogenanntes Sniping und Manipulationen, während alle erfolgreichen Teilnehmer ihre Token zum gleichen endgültigen Abrechnungspreis erhalten.

Nach Abschluss einer Auktion werden die Erlöse automatisch genutzt, um Liquidität für Pools auf Uniswap v4 bereitzustellen. Projekte müssen damit keine Liquidität für den Sekundärmarkt mehr selbst aufbauen.

Die Funktion ist derzeit auf Ethereum, Base, Arbitrum und Unichain verfügbar. Projekte können zudem erweiterte Einstellungen wie individuelle Liquiditätsbereiche, Zuweisungen an die Unternehmensreserve, Anforderungen zur Verifizierung von Teilnehmern und weitere Startparameter festlegen.

Uniswap Labs verwies auf frühere Einsätze des CCA-Systems, darunter den Token-Verkauf von Aztec im November. Dabei wurden nach Unternehmensangaben rund 59 Millionen US-Dollar von mehr als 17.000 Teilnehmern eingesammelt.

Laut der Mitteilung wurden die CCA-Verträge außerdem von sieben unabhängigen Prüfgesellschaften überprüft, darunter OpenZeppelin und Spearbit.

Der Token UNI notierte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei 2,85 US-Dollar und lag damit binnen 24 Stunden rund 1 Prozent im Plus.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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