Das Unternehmen Strategy hat am Montag den Kauf von weiteren 13.927 Bitcoin für rund eine Milliarde US-Dollar bekanntgegeben und damit seine Position als größter börsennotierter Bitcoin-Halter weiter ausgebaut. Mit dem jüngsten Zukauf erhöht sich der Gesamtbestand auf 780.897 Bitcoin im Wert von etwa 59 Milliarden US-Dollar.
Der Erwerb erfolgte zu einem durchschnittlichen Preis von 71.902 US-Dollar je Bitcoin und wurde über den Verkauf von variabel verzinsten, unbefristeten Vorzugsaktien der Serie A (STRC) finanziert.
Es handelt sich um den ersten größeren Zukauf im April, nachdem das Unternehmen in den beiden Vorwochen lediglich kleinere Käufe getätigt hatte. Die Finanzierung erfolgt vor allem über das im März angekündigte At-the-Market-Programm, das ein Gesamtvolumen von 42 Milliarden US-Dollar umfasst – jeweils 21 Milliarden US-Dollar über STRC-Aktien sowie über MSTR-Aktien.
Der Schritt erfolgt in einer Phase, in der sich Bitcoin trotz der allgemeinen Marktschwankungen vergleichsweise robust zeigt.
Der Bitcoin-Kurs hat sich zuletzt weitgehend stabil im Bereich um 71.000 US-Dollar gehalten und wird dabei von anhaltender institutioneller Nachfrage gestützt.
Parallel dazu hat sich das Interesse institutioneller Anleger an digitalen Vermögenswerten spürbar belebt. Anlageprodukte im Kryptobereich verzeichneten in der Woche bis zum 13. April Zuflüsse in Höhe von 1,1 Milliarden US-Dollar – der höchste Wochenwert seit Anfang Januar, wie aus dem wöchentlichen Bericht von CoinShares hervorgeht.
Auf Bitcoin entfiel dabei der Großteil der Mittelzuflüsse mit 871 Millionen US-Dollar. Seit Jahresbeginn summieren sich die Zuflüsse in Bitcoin-Produkte damit auf knapp zwei Milliarden US-Dollar und unterstreichen die dominierende Rolle der Kryptowährung bei institutionellen Investoren.
Als wesentliche Triebfeder nennt der Bericht verbesserte makroökonomische Rahmenbedingungen. Nachlassende geopolitische Spannungen – darunter Entwicklungen rund um einen Waffenstillstand im Zusammenhang mit dem Iran – sowie schwächere US-Konjunkturdaten hätten die Risikobereitschaft an den Finanzmärkten gestärkt.
Auch die Handelsaktivität zog im Wochenverlauf an: Das Volumen stieg um 13 Prozent auf 21 Milliarden US-Dollar. Damit liegt es jedoch weiterhin unter dem bisherigen Jahresdurchschnitt von 31 Milliarden US-Dollar, was bei anhaltender Dynamik weiteres Aufwärtspotenzial signalisiert. Das verwaltete Vermögen (AUM) von Krypto-Anlageprodukten hat sich zudem auf das Niveau von Anfang Februar erholt.
Regional dominierten die USA die Zuflüsse mit 1,06 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 95 Prozent des Gesamtvolumens. In der Vorwoche hatte sich noch ein anderes Bild gezeigt: Damals lagen die Zuflüsse in den USA bei 27,5 Millionen US-Dollar, während aus der Schweiz 157,5 Millionen US-Dollar kamen. Weitere Beiträge kamen aus Deutschland mit 34,6 Millionen US-Dollar, aus Kanada mit 7,8 Millionen US-Dollar sowie erneut aus der Schweiz mit 6,9 Millionen US-Dollar.
Auch Anlageprodukte auf Ethereum verzeichneten eine deutliche Erholung mit Zuflüssen von 196,5 Millionen US-Dollar, liegen seit Jahresbeginn jedoch weiterhin im Minus. XRP zog 19,3 Millionen US-Dollar an, während Solana moderate Abflüsse von 2,5 Millionen US-Dollar verzeichnete.
Derweil registrierten Short-Bitcoin-Produkte Zuflüsse von 20,2 Millionen US-Dollar – der höchste Stand seit November 2024. Dies deutet darauf hin, dass einige Investoren trotz des verbesserten Marktumfelds weiterhin auf Absicherung setzen.