West Texas Intermediate (WTI) – der US-amerikanische Rohöl-Benchmarkpreis – startet angesichts des US-Iran-Standoffs über die Wiedereröffnung der Straße von Hormus positiv in die neue Woche. Das schwarze Gold erreicht im asiatischen Handel ein Vier-Tages-Hoch, wobei die Bullen nun auf eine Akzeptanz oberhalb der Marke von 78,00 USD warten, bevor sie sich für weitere Gewinne positionieren.
Der Iran erklärte, dass die Gespräche mit Oman zur Einrichtung einer sicheren Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus kurz vor einer Einigung stehen. Der Iran bekräftigte jedoch seine Bedingungen für eine vollständige Wiedereröffnung der Wasserstraße, darunter ein Ende der US-Seeblockade, die Aufhebung der Sanktionen und Entschädigungen für Kriegsschäden. Zudem behaupteten von Iran unterstützte Huthi-Milizen im Jemen einen jüngsten Angriff auf die saudische Jazan-Raffinerie, wodurch die geopolitische Risikoprämie im Spiel bleibt und die Rohölpreise gestützt werden.
Aus technischer Sicht weisen die Rohölpreise oberhalb des 200-Perioden Simple Moving Average (SMA) bei 76,80 USD und des 61,8%-Fibonacci-Retracements des Juli-Aufschwungs bei 76,42 USD eine moderate bullische Tendenz auf. Darüber hinaus liegt der Relative Strength Index (RSI) leicht oberhalb der Mittellinie nahe 54, während der Moving Average Convergence Divergence (MACD) im positiven Bereich bleibt. Zusammen deuten die Momentum-Indikatoren darauf hin, dass Aufwärtsdynamik vorhanden ist, aber noch nicht überdehnt.
Unterdessen könnte ein weiterer Anstieg zunächst auf Widerstand beim 50%-Retracement bei 79,43 USD stoßen, während bei einer Ausweitung der Aufwärtsbewegung weitere Hürden beim 38,2%-Niveau um 82,43 USD und beim 23,6%-Retracement nahe 86,15 USD zu sehen sind. Auf der Unterseite bietet der 200-Perioden SMA bei 76,80 USD die erste Unterstützung vor dem 61,8%-Retracement bei 76,42 USD. Ein überzeugender Bruch unter diese Zusammenfluss-Unterstützung würde den derzeit konstruktiven Ton schwächen und ein größeres Korrekturrisiko offenlegen.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.