WTI-Rohöl steigt auf fast Zwei-Wochen-Hoch aufgrund von US-Iran-Unsicherheit und EIA-Bestandsabbau

Quelle Fxstreet
  • WTI setzt Gewinne fort, da Zweifel an einer kurzfristigen US-Iran-Vereinbarung zunehmen.
  • Teheran legt den USA laut Fars News Agency einen vierstufigen Deal-Vorschlag vor.
  • US-Rohöllagerbestände verzeichnen den größten Rückgang seit Februar.

West Texas Intermediate (WTI) Rohöl steigt am Mittwoch auf den höchsten Stand seit fast zwei Wochen, da erneute Feindseligkeiten im Nahen Osten die Hoffnungen auf eine kurzfristige US-Iran-Vereinbarung, die die Straße von Hormus wieder öffnen könnte, dämpfen. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert WTI bei rund 94 USD pro Barrel und setzt damit die Gewinne zum dritten Mal in Folge fort.

Iran startete Raketen- und Drohnenangriffe auf Kuwait und Bahrain, während die Vereinigten Staaten mit „Selbstverteidigungs“-Schlägen auf die iranische Insel Qeshm reagierten.

Die iranische Fars News Agency berichtete unter Berufung auf ein Mitglied des Verhandlungsteams Teherans, dass die Gespräche mit Washington noch andauern und noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde. Der Bericht besagte außerdem, dass Teheran einen vierstufigen Vorschlag für einen Deal mit den Vereinigten Staaten skizziert hat.

Die Straße von Hormus bleibt ein zentraler Streitpunkt in den Verhandlungen. Teheran betrachtet die Kontrolle über die Wasserstraße als eine Frage der nationalen Souveränität, die etwa 20 % des weltweiten Rohölhandels abwickelt, wodurch geopolitische Risiken in den Rohölpreisen verankert bleiben.

Die Financial Times berichtete am Dienstag, dass die VAE planen, ihre erste Multi-Fuel-Pipeline zu bauen, die es ermöglicht, Benzin, Diesel und Flugbenzin von Abu Dhabi nach Fujairah zu transportieren, ohne die Straße von Hormus zu passieren.

Bei den Daten meldete die US Energy Information Administration (EIA), dass die US-Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche um 7,97 Millionen Barrel zurückgingen, verglichen mit erwarteten 4 Millionen Barrel Abbau. Dies markierte den größten wöchentlichen Rückgang der Rohölbestände seit Februar.

WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.

Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.

Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.

Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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