Gold (XAU/USD) baut auf seiner moderaten bullischen Kurslücke zum Wochenbeginn auf und klettert während der asiatischen Sitzung am Montag auf ein Vier-Tage-Hoch in der Region um 4.580 USD. Entwicklungen am Wochenende schürten Hoffnungen auf einen möglichen US-Iran-Friedensdeal, der den Status des US-Dollars (USD) als Reservewährung untergräbt und dem Rohstoff einen ordentlichen Auftrieb verleiht. Die USA und Iran bleiben jedoch in wichtigen Fragen uneinig. Dies, zusammen mit hawkischen Erwartungen an die US-Notenbank (Fed), begrenzt die USD-Verluste und hält das zinslose gelbe Metall unterhalb der oberen Begrenzung einer seit etwa einer Woche gehaltenen Handelsspanne.
Axios berichtete am späten Samstag unter Berufung auf einen US-Beamten, dass die USA und Iran kurz vor der Unterzeichnung einer Vereinbarung stehen, die eine 60-tägige Verlängerung des Waffenstillstands vorsieht, während der die Straße von Hormus wieder geöffnet werden soll. Hinzu kommt, dass US-Präsident Donald Trump sagte, der Rahmen für einen Friedensdeal mit Iran sei weitgehend ausgehandelt. Dies stärkt das Vertrauen der Investoren, und der daraus resultierende Einbruch der Rohölpreise mildert Inflationsängste, was zu einem starken Rückgang der Renditen von US-Staatsanleihen bei relativ dünner Liquidität führt, da viele globale Märkte wegen Feiertagen geschlossen sind. Dies wiederum belastet den Greenback erheblich.
Unterdessen wies Trump seine Vertreter ausdrücklich an, sich nicht zu überstürzten Abkommen mit Iran hinreißen zu lassen, und erklärte, dass eine Seeblockade iranischer Häfen so lange in Kraft bleibe, bis eine formelle, zertifizierte Vereinbarung unterzeichnet sei. Zudem sollten erhebliche Meinungsverschiedenheiten über Irans Atomprogramm den Optimismus begrenzen. Darüber hinaus könnten Wetten auf Zinserhöhungen der US-Fed im Jahr 2026 dem USD Rückenwind verleihen. Dies macht es ratsam, auf Anschlusskäufe zu warten, bevor bestätigt werden kann, dass Gold in der Nähe von 4.450 USD, seinem niedrigsten Stand seit Ende März, der letzte Woche erreicht wurde, ein kurzfristiges Tief gebildet hat.
Aus technischer Sicht bewegt sich das XAU/USD-Paar innerhalb eines abwärts gerichteten parallelen Kanals. Die obere Begrenzung des Kanals fällt mit dem 200-Perioden Exponential Moving Average (EMA) im 4-Stunden-Chart zusammen und bildet einen Cluster-Widerstand in der Nähe von 4.650 USD, was darauf hindeutet, dass Rallyes trotz des positiven Untertons im Momentum anfällig bleiben. Der Moving Average Convergence Divergence (MACD) liegt über null, und das Histogramm ist weiterhin positiv. Zudem pendelt der Relative Strength Index (RSI) im mittleren 50er-Bereich, was eher auf eine vorsichtige Erholung als auf eine klare Trendwende hindeutet.
Auf der Unterseite markiert die untere Begrenzung des parallelen Kanals bei rund 4.360 USD die nächste wichtige Unterstützungszone. Ein Bruch unter diese Marke würde die breitere bärische Struktur bestätigen und den Weg für eine tiefere Korrektur im mittelfristigen Abwärtstrend öffnen.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.