XAU/USD fiel am Mittwoch um rund 1,5 %, sank von einem Tageshoch nahe 4.610 auf etwa 4.540 und berührte ein Tagestief bei etwa 4.510. Der Kurs bildete im Verlauf der Sitzung eine Reihe von tieferen Hochs und tieferen Tiefs aus, wobei der Verkaufsdruck nach der FOMC-Ankündigung anhielt, bevor es zu einer teilweisen Erholung vom Intraday-Tief kam.
Die Federal Reserve (Fed) beließ den Leitzins zum dritten Mal in Folge im Bereich von 3,50 % bis 3,75 %, verschärfte ihre Inflationssprache von „etwas erhöht“ auf „erhöht“ und verwies auf höhere globale Energiepreise sowie ein hohes Maß an Unsicherheit bezüglich der Entwicklungen im Nahen Osten. Das Federal Open Market Committee (FOMC) verzichtete darauf, einen Zeitpunkt für die nächste geldpolitische Änderung zu signalisieren, und erklärte, dass es die eingehenden Daten und das Risiko-Gleichgewicht sorgfältig bewerten werde. Die 8-4 Abstimmung führte zu den meisten Dissens-Stimmen seit Oktober 1992: Stephen Miran bevorzugte eine Zinssenkung um 25 Basispunkte, während Beth Hammack, Neel Kashkari und Lorie Logan für eine Beibehaltung stimmten, aber den im Statement enthaltenen easing-bias ablehnten.
Gold gab im Zuge der Bekanntgabe nach, da der festere US-Dollar und stabile nominale Renditen die dovishe Interpretation des easing-bias überwogen, wobei das Edelmetall seinen verlustreichen Verlauf nach der Entscheidung fortsetzte.

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.