GBP/USD hält seinen negativen Intraday-Trend aufrecht und bleibt nach der Entscheidung der Federal Reserve, die Zinssätze bei Jerome Powells letzter Sitzung als Fed-Vorsitzender unverändert zu lassen, stabil. Zum Zeitpunkt dieses Schreibens notiert das Währungspaar nahe 1,3480, ein Rückgang um 0,30 %, während die Marktteilnehmer auf Erkenntnisse aus Powells bevorstehender Pressekonferenz warten.
In seiner Pressekonferenz gratulierte Jay Powell Kevin Warsh, der die erste Stufe auf seinem Weg zum Nachfolger als Fed-Vorsitzender genommen hat, und stellte klar, dass dieser als Gouverneur bleiben wird, bis die gegen ihn laufende Strafuntersuchung abgeschlossen ist. Er fügte hinzu, dass Warsh als Gouverneur „ein niedriges Profil bewahren“ werde und nach dem 15. Mai, wenn seine achtjährige Amtszeit als Chef der US-Notenbank endet, bei der Fed bleiben werde.
In der geldpolitischen Erklärung kommentierte die Federal Reserve, dass die Wirtschaft widerstandsfähig bleibe und stellte fest, dass die Arbeitslosenquote „in den letzten Monaten kaum verändert“ sei. Die Zentralbank räumte zudem ein, dass die Inflation erhöht sei, angetrieben durch höhere Energiepreise im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt.
Die Fed fügte hinzu, dass die Entwicklungen im Nahen Osten die Unsicherheit hinsichtlich des wirtschaftlichen Ausblicks erhöhen und betonte, dass die Entscheidungsträger weiterhin beide Seiten ihres Doppelmandats ausbalancieren werden.
Die Entscheidung wurde mit einer 8-4-Stimmenmehrheit getroffen. Fed-Gouverneur Stephen Miran stimmte zugunsten einer Zinssenkung ab, während Beth Hammack, Neel Kashkari und Lorie Logan sich gegen die Aufnahme einer Lockerungsneigung in die Erklärung aussprachen.
Die Aufmerksamkeit der Händler richtet sich auf die geldpolitische Sitzung des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell um 18:30 GMT.
GBP/USD fiel auf ein Tagestief von 1,3467 und berührte vor Powells Pressekonferenz den 100-Tage-SMA. Ein klarer Durchbruch würde den Weg freimachen, um die psychologische Marke von 1,3400 anzugreifen. Andererseits wäre bei einem dovishen Powell die Marke von 1,3500 in Reichweite.

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.