Gold steigt über 4.750 USD nach Trumps Verzögerung des Iran-Angriffs

Quelle Fxstreet
  • Goldpreis springt am frühen Mittwoch im asiatischen Handel auf rund 4.775 USD.
  • Trump verschiebt Bombardierung um zwei Wochen.
  • Verschobene Zinserwartungen könnten den Aufwärtstrend des gelben Metalls begrenzen.

Der Goldpreis (XAU/USD) steigt am frühen Mittwoch im asiatischen Handel auf knapp 4.775 USD. Das Edelmetall zieht einige Käufer an, nachdem US-Präsident Donald Trump zugestimmt hat, die Bombardierungen Irans für zwei Wochen auszusetzen.

Trump gab über einen Beitrag auf Truth Social bekannt, dass er die Angriffe für zwei Wochen aussetzen wird. Diese Maßnahme erfolgte, nachdem Pakistan, ein Vermittler zwischen den USA und Iran, Trump gebeten hatte, einen zweiwöchigen Waffenstillstand zu gewähren und eine Fristverlängerung zu gewähren, die er dem Iran gesetzt hatte, um die Blockade des Golföls zu beenden.

Die Ölpreise sind seit der Eskalation des Iran-Konflikts gestiegen, was Versorgungsbedenken schürt. Höhere Energiekosten wirken sich auf die Inflation aus und lassen den Zentralbanken wenig Spielraum für Zinssenkungen. Gold wird oft in Zeiten geopolitischer Unsicherheit genutzt, bringt jedoch keine Zinsen, was es bei hohen Zinssätzen weniger attraktiv macht.

Die Händler werden die Veröffentlichung des Protokolls der März-Sitzung der Federal Reserve (Fed) am Mittwoch genau beobachten.

Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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