10.000 Dollar Goldpreis: Das Szenario, das Anleger schockiert

Quelle Fxstreet

Gold steht wieder im Rampenlicht. Und diesmal geht es nicht um ein paar Prozent mehr oder weniger. Laut SBG Securities könnte der Goldpreis noch in diesem Jahr auf bis zu 10.000 US-Dollar je Unze steigen. Eine Prognose, die nach Übertreibung klingt – aber auf handfesten Argumenten beruht. Geldpolitik, geopolitischer Druck und ein schwächelnder Dollar sorgen für ein explosives Gemisch. Die entscheidende Frage lautet: Stehen wir vor dem letzten großen Schub – oder vor einer gefährlichen Übertreibung?

Gold in der „letzten Phase“ – jetzt entscheidet die Geldpolitik

SBG-Analyst Adrian Hammond spricht von der „letzten Phase“ der Goldrally. Der entscheidende Punkt: Der aktuelle Auftrieb kommt nicht mehr aus dem Minensektor, sondern fast ausschließlich aus Makrokräften. Zinserwartungen, Inflation, Dollar-Schwäche und politische Risiken treiben den Preis – nicht operative Verbesserungen bei den Produzenten.

Das macht Gold so brisant: Wenn diese Kräfte weiter wirken, kann sich der Preis in kurzer Zeit massiv bewegen. Wenn sie kippen, droht eine scharfe Gegenbewegung.

Goldaktien verlieren ihren Zauber – der Hebel ist weg

Was viele Anleger übersehen: Steigendes Gold bedeutet nicht automatisch explodierende Gewinne bei Goldminen. Hammond liefert dafür eine klare Zahl. Früher sorgte ein 10-%-Anstieg des Goldpreises für rund 30 % Gewinnwachstum bei Produzenten. Heute bringt derselbe Preissprung nur noch etwa 13 %.

Die Folge: Die großen Goldminen handeln inzwischen fast wie lineare Abbildungen des Goldpreises. Der frühere Turbo ist verschwunden. Goldaktien sind damit weniger Chance – und mehr Risiko, weil Kosten, Politik und Investitionsdruck zusätzlich belasten.

Diese Gold-Minen haben noch Hebel – aber der Preis ist hoch

Einige höherkostenlastige Produzenten wie Harmony Gold oder Sibanye Stillwater besitzen noch etwas mehr Hebel. Doch genau hier steigen auch die Gefahren. Die Branche kämpft mit Kosteninflation, steigenden Investitionsausgaben, wachsender Übernahmelust und zunehmendem Rohstoff-Nationalismus.

Trotzdem bleibt Hammond für Gold selbst klar positiv. Für das Metall sieht er 20 bis 30 % Aufwärtspotenzial in diesem Jahr – für Goldaktien bleibt er neutral.

Drei Zinssenkungen? Dann 7.000 Dollar. Noch mehr? Dann 10.000

Der größte Preistreiber sitzt in Washington. Der Markt rechnet derzeit mit zwei Zinssenkungen in den USA. Hammond hält mehr für möglich. Sein Szenario: Drei Zinsschritte könnten Gold bis Jahresende auf 7.000 Dollar treiben. Eine noch lockerere Geldpolitik könnte sogar die 10.000-Dollar-Marke erreichbar machen.

Doch genau hier warnt er. Ein dauerhaft schwächerer Dollar heizt bereits die Inflation an. Steigende Energiepreise könnten das Problem verschärfen. Aus seiner Sicht wäre es für die US-Notenbank daher vernünftiger, die Zinsen länger hoch zu halten – auch wenn politischer Druck zunimmt. Zumal Donald Trump aktuell US-Präsident ist und Zinssenkungen offen befürwortet.

Öl, Inflation, Gold – ein gefährliches Spiel

Hammond sieht Öl konstruktiv. Höhere Energiepreise bedeuten mehr Inflation. Kurzfristig gut für Gold. Langfristig gefährlich, wenn der Preis zu weit vor die Fundamentaldaten läuft. Dann droht eine Übertreibung – und ein schmerzhafter Rückschlag, falls die Geldpolitik härter bleibt als vom Markt erhofft.

Der Analyst warnt: Ein zu euphorisches Narrativ kann Gold später „beißen“. Ein Crash ist zwar nicht sein Basisszenario, aber starke Schwankungen sind wahrscheinlich.

Zentralbanken kaufen weiter – China treibt den Markt

Ein stabiler Anker bleibt die Zentralbank-Nachfrage. Die weltweiten Goldreserven stiegen zuletzt um 45 Tonnen. Besonders auffällig: China. Die offiziellen Bestände erreichten mit 2.304 Tonnen ein Rekordniveau. Die People’s Bank of China kaufte monatelang durchgehend Gold. Inzwischen machen Goldreserven 8,5 % der chinesischen Gesamtreserven aus.

Das ist kein Spekulationssignal – das ist strategisch.

ETFs und Spekulanten springen auf den Zug

Auch Investoren positionieren sich neu. Gold-ETFs nahmen rund 16 Millionen Unzen auf. Gleichzeitig steigen die Netto-Long-Positionen an der COMEX deutlich. Wenn ETF-Zuflüsse und Spekulanten gleichzeitig kaufen, entstehen oft beschleunigte Trends – nach oben wie nach unten.

Fazit: Gold hat Rückenwind – aber die Nervenprobe kommt noch

Gold wird aktuell von allem getragen, was Märkte lieben und fürchten: Inflation, Politik, Dollar-Schwäche, Zentralbanken. Der Trend zeigt nach oben. Aber: Je näher Gold an extreme Preisziele rückt, desto größer wird das Risiko einer Übertreibung.

Für Anleger heißt das: Gold bleibt hochspannend. Goldaktien dagegen sind kein Selbstläufer mehr. Wer jetzt einsteigt, sollte wissen, warum er es tut – und wie viel Volatilität er aushält. Denn eines ist klar: Langweilig wird Gold in diesem Jahr ganz sicher nicht.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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Silberpreis-Prognose: XAG/USD erholt sich in Richtung 95,00 US-Dollar nahe RekordhöhenDer Silberpreis (XAG/USD) gleicht die Verluste der beiden vorhergehenden Tage aus und handelt während der europäischen Handelsstunden am Donnerstag um die 94,20 USD je Feinunze.
Autor  FXStreet
Do. 22.Jan
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Gold setzt Rekord-Rally fort – XAU/USD nähert sich $5,100 mit schwachem USD und anhaltender Safe-Haven-NachfrageGold (XAU/USD) setzt seine Rekord-Rally fort und nähert sich der Marke von $5,100, gestützt von geopolitischen Spannungen, schwachem USD und Zinssenkungserwartungen der Fed; technische Hürden bei $5,099 und Konsolidierungspotenzial bei $4,932.
Autor  Mitrade Team
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Silber nach Rekordlauf leicht zurück: XAG/USD bleibt bullish, aber Momentum ist überdehntSilber (XAG/USD) erreicht am Montag ein Rekordhoch bei $109.46 und konsolidiert um $108.80, während der Aufwärtskanal und die Spreizung zwischen 9- und 50-Tage-EMA den Trend stützen, der überkaufte RSI 80.24 jedoch eine kurzfristige Pause wahrscheinlicher macht.
Autor  Mitrade Team
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Silber (XAG/USD) erreicht am Montag ein Rekordhoch bei $109.46 und konsolidiert um $108.80, während der Aufwärtskanal und die Spreizung zwischen 9- und 50-Tage-EMA den Trend stützen, der überkaufte RSI 80.24 jedoch eine kurzfristige Pause wahrscheinlicher macht.
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Gold hält sich über 5.150 US-Dollar – Anleger warten auf Fed-EntscheidGold (XAU/USD) hält sich vor der Fed-Entscheidung am Mittwoch über 5.150 US-Dollar und steigt in Asien bis nahe 5.160 US-Dollar, gestützt von Dollar-Schwäche, geopolitischen Risiken und der Erwartung einer Zinspause bei 3,50% bis 3,75%.
Autor  Mitrade Team
Gestern 01: 01
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Krypto-Ausblick: Bitcoin stabilisiert sich über 87.787 US-Dollar – Ether vor der nächsten Hürde, XRP bleibt fragil• Bitcoin pendelt am Mittwoch um 89.000 US-Dollar und hat sich nach der Vorwochenkorrektur bislang um knapp 3% erholt – entscheidend bleibt die Zone um 87.787 US-Dollar. • Ethereum arbeitet sich an die Widerstandszone heran: Erst ein Tagesschluss über 3.017 US-Dollar und der 50-Tage-EMA bei 3.101 US-Dollar würde den Weg nach oben freimachen. • XRP prallt von 1,83 US-Dollar ab und steht wieder bei 1,90 US-Dollar – doch RSI und MACD sprechen weiter für Vorsicht. Nach der kräftigen Korrektur der vergangenen Woche setzt sich im Kryptomarkt eine vorsichtige Stabilisierung durch. Bitcoin, Ether und XRP bauen ihre Erholung aus, stoßen nun aber auf charttechnisch wichtige Marken, an denen sich entscheidet, ob aus der Gegenbewegung mehr wird – oder ob der nächste Rücksetzer folgt. Bitcoin: 87.787 US-Dollar bleibt der Dreh- und Angelpunkt Bitcoin hat am Montag nach der 7,48%-Korrektur der Vorwoche wieder oberhalb der Mittellinie eines horizontalen Parallelkanals bei 87.787 US-Dollar geschlossen. Am Dienstag verteidigte der Kurs diese Zone erneut, am Mittwoch notiert BTC bei rund 89.300 US-Dollar. Hält 87.787 US-Dollar als Support, rückt die obere Begrenzung des Musters bei 90.000 US-Dollar in den Fokus. Der RSI (Tag) liegt bei 45 und steigt in Richtung der neutralen 50 – ein Hinweis auf nachlassenden Verkaufsdruck. Auch der MACD entspannt sich: Die Linien nähern sich an, die roten Histogrammbalken unterhalb der Nulllinie werden schwächer. Bricht Bitcoin dagegen per Tagesschluss wieder unter 87.787 US-Dollar, bleibt die Unterseite anfällig – dann würde die nächste Auffangzone bei 85.569 US-Dollar (zugleich 78,6% Fibonacci-Retracement) wieder relevant. Ethereum: Erst über 3.017 und 3.101 US-Dollar wird es konstruktiver Ethereum startete positiv in die Woche und legte bis Dienstag um 7,62% zu – nach der 14,22%-Korrektur in der Woche davor. Am Mittwoch nähert sich ETH dem zentralen Widerstand bei 3.017 US-Dollar. Für ein klareres Erholungssignal braucht es mehr als nur Intraday-Stärke: Ein Ausbruch über 3.017 US-Dollar und ein Tagesschluss über dem 50-Tage-EMA bei 3.101 US-Dollar könnten den Blick in Richtung des Hochs vom 14. Januar bei 3.402 US-Dollar lenken. Die Momentum-Indikatoren (RSI und MACD) deuten zwar auf nachlassenden Abwärtsdruck hin, aber das Setup bleibt empfindlich. Kommt es stattdessen zu einer erneuten Abweisung an der Widerstandszone, rückt auf der Unterseite das 61,8% Fibonacci-Retracement bei 2.749 US-Dollar wieder ins Blickfeld. XRP: Rebound ja – Trendwende noch nicht XRP hat am Sonntag die tägliche Unterstützung bei 1,83 US-Dollar getestet und anschließend binnen zwei Tagen um 4,51% zugelegt. Am Mittwoch handelt der Kurs bei 1,90 US-Dollar. Solange 1,83 US-Dollar hält, kann sich die Erholung in Richtung des nächsten Widerstands bei 1,96 US-Dollar fortsetzen. Allerdings ist der Unterton noch nicht gedreht: Der RSI liegt bei 42 und damit weiter unter der neutralen 50. Zudem bleibt das Bild im MACD belastet – das bärische Crossover der Vorwoche ist weiterhin aktiv, was das Rückschlagrisiko erhöht. Fällt XRP per Tagesschluss erneut unter 1,83 US-Dollar, wäre ein weiterer Abwärtsimpuls bis zum Tief vom 19. Dezember bei 1,77 US-Dollar wieder ein realistisches Szenario.
Autor  Mitrade Team
Gestern 06: 37
• Bitcoin pendelt am Mittwoch um 89.000 US-Dollar und hat sich nach der Vorwochenkorrektur bislang um knapp 3% erholt – entscheidend bleibt die Zone um 87.787 US-Dollar. • Ethereum arbeitet sich an die Widerstandszone heran: Erst ein Tagesschluss über 3.017 US-Dollar und der 50-Tage-EMA bei 3.101 US-Dollar würde den Weg nach oben freimachen. • XRP prallt von 1,83 US-Dollar ab und steht wieder bei 1,90 US-Dollar – doch RSI und MACD sprechen weiter für Vorsicht. Nach der kräftigen Korrektur der vergangenen Woche setzt sich im Kryptomarkt eine vorsichtige Stabilisierung durch. Bitcoin, Ether und XRP bauen ihre Erholung aus, stoßen nun aber auf charttechnisch wichtige Marken, an denen sich entscheidet, ob aus der Gegenbewegung mehr wird – oder ob der nächste Rücksetzer folgt. Bitcoin: 87.787 US-Dollar bleibt der Dreh- und Angelpunkt Bitcoin hat am Montag nach der 7,48%-Korrektur der Vorwoche wieder oberhalb der Mittellinie eines horizontalen Parallelkanals bei 87.787 US-Dollar geschlossen. Am Dienstag verteidigte der Kurs diese Zone erneut, am Mittwoch notiert BTC bei rund 89.300 US-Dollar. Hält 87.787 US-Dollar als Support, rückt die obere Begrenzung des Musters bei 90.000 US-Dollar in den Fokus. Der RSI (Tag) liegt bei 45 und steigt in Richtung der neutralen 50 – ein Hinweis auf nachlassenden Verkaufsdruck. Auch der MACD entspannt sich: Die Linien nähern sich an, die roten Histogrammbalken unterhalb der Nulllinie werden schwächer. Bricht Bitcoin dagegen per Tagesschluss wieder unter 87.787 US-Dollar, bleibt die Unterseite anfällig – dann würde die nächste Auffangzone bei 85.569 US-Dollar (zugleich 78,6% Fibonacci-Retracement) wieder relevant. Ethereum: Erst über 3.017 und 3.101 US-Dollar wird es konstruktiver Ethereum startete positiv in die Woche und legte bis Dienstag um 7,62% zu – nach der 14,22%-Korrektur in der Woche davor. Am Mittwoch nähert sich ETH dem zentralen Widerstand bei 3.017 US-Dollar. Für ein klareres Erholungssignal braucht es mehr als nur Intraday-Stärke: Ein Ausbruch über 3.017 US-Dollar und ein Tagesschluss über dem 50-Tage-EMA bei 3.101 US-Dollar könnten den Blick in Richtung des Hochs vom 14. Januar bei 3.402 US-Dollar lenken. Die Momentum-Indikatoren (RSI und MACD) deuten zwar auf nachlassenden Abwärtsdruck hin, aber das Setup bleibt empfindlich. Kommt es stattdessen zu einer erneuten Abweisung an der Widerstandszone, rückt auf der Unterseite das 61,8% Fibonacci-Retracement bei 2.749 US-Dollar wieder ins Blickfeld. XRP: Rebound ja – Trendwende noch nicht XRP hat am Sonntag die tägliche Unterstützung bei 1,83 US-Dollar getestet und anschließend binnen zwei Tagen um 4,51% zugelegt. Am Mittwoch handelt der Kurs bei 1,90 US-Dollar. Solange 1,83 US-Dollar hält, kann sich die Erholung in Richtung des nächsten Widerstands bei 1,96 US-Dollar fortsetzen. Allerdings ist der Unterton noch nicht gedreht: Der RSI liegt bei 42 und damit weiter unter der neutralen 50. Zudem bleibt das Bild im MACD belastet – das bärische Crossover der Vorwoche ist weiterhin aktiv, was das Rückschlagrisiko erhöht. Fällt XRP per Tagesschluss erneut unter 1,83 US-Dollar, wäre ein weiterer Abwärtsimpuls bis zum Tief vom 19. Dezember bei 1,77 US-Dollar wieder ein realistisches Szenario.
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