EUR/USD steigt über 1,1600 aufgrund nachlassender Risikoaversion nach dovishen Äußerungen der Fed

Quelle Fxstreet
  • EUR/USD wertet auf, während der US-Dollar nach den dovishen Äußerungen von Fed-Vertretern unter Druck gerät.
  • Die Präsidentin der San Francisco Fed, Mary Daly, bemerkte, dass die Erwartung von zwei Zinssenkungen in diesem Jahr eine "vernünftige" Einschätzung sei.
  • Händler erwarten, dass ein Handelsabkommen zwischen den USA und der EU vor dem 1. August abgeschlossen wird.

EUR/USD erholt sich von den jüngsten Verlusten, die am Vortag verzeichnet wurden, und handelt während der asiatischen Stunden am Freitag um 1,1630. Das Paar wertet auf, während der US-Dollar (USD) an Boden verliert, da die Risikoaversion nach den dovishen Äußerungen von Vertretern der Federal Reserve (Fed) nachlässt. Darüber hinaus preisen die Finanzmärkte nun einen Starttermin für Zinssenkungen im September ein, und Fed-Vertreter haben zwei Lockerungsmaßnahmen für später in diesem Jahr in Aussicht gestellt, so Reuters.

Die Präsidentin der San Francisco Fed, Mary Daly, erklärte, dass zwei Zinssenkungen in diesem Jahr eine "vernünftige" Einschätzung seien, warnte jedoch davor, zu lange zu warten. In der Zwischenzeit sagte Fed-Gouverneur Christopher Waller, dass er der Meinung sei, die Fed sollte ihr Zinsziel bei der Juli-Sitzung senken, da die wirtschaftlichen Risiken zunehmen. Waller fügte hinzu, dass eine Verzögerung der Zinssenkungen das Risiko birgt, später aggressivere Maßnahmen ergreifen zu müssen.

Fed-Gouverneurin Adriana Kugler sagte jedoch, dass die US-Notenbank die Zinssätze "für einige Zeit" unverändert lassen sollte, und wies darauf hin, dass die Auswirkungen der Zölle aus der Trump-Ära beginnen, sich in den Verbraucherpreisen zu zeigen. Kugler betonte, dass die Aufrechterhaltung einer restriktiven Geldpolitik entscheidend sei, um die Inflationserwartungen zu verankern.

In der Zwischenzeit behalten die Händler die Handelsentwicklungen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und der Europäischen Union (EU) im Auge und erwarten, dass ein Abkommen vor dem 1. August abgeschlossen werden könnte. US-Präsident Donald Trump kündigte einen Zoll von 30% auf EU-Importe an, zeigte sich jedoch bereit zu Verhandlungen.

Die Märkte erwarten allgemein, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinssätze bei ihrer Sitzung in der nächsten Woche stabil hält. Dennoch preisen die Märkte weiterhin eine zusätzliche Zinssenkung um 25 Basispunkte später in diesem Jahr ein. Mehrere Entscheidungsträger der EZB signalisierten gemischte Stimmungen hinsichtlich der Zinssenkungen.

Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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