EUR/GBP handelt im Minus unter der Marke von 0,8600 vor der EZB-Zinsentscheidung

Quelle Fxstreet
  • EUR/GBP sinkt und gibt einen Teil der Erholungsgewinne vom Mittwoch vom wöchentlichen Tief zurück.
  • Ein moderater USD-Anstieg belastet den Euro und übt Druck auf das Währungspaar im Vorfeld der EZB aus.
  • Hoffnungen auf ein Handelsabkommen zwischen dem Vereinigten Königreich und den USA sowie Wetten auf weniger aggressive Zinssenkungen der BoE stützen das GBP.

Das Währungspaar EUR/GBP kämpft damit, aus der leichten Erholung des Vortages aus dem Bereich von 0,8525-0,8520 bzw. einem frischen wöchentlichen Tief Kapital zu schlagen und zieht am Donnerstag einige Intraday-Verkäufer an. Die Kassakurse bleiben in der ersten Hälfte der europäischen Sitzung unter der Marke von 0,8600 gedrückt, obwohl der Abwärtstrend abgefedert bleibt, da die Händler sich entscheiden, an der Seitenlinie zu warten, bevor das Risiko eines wichtigen Ereignisses der Zentralbank eintritt.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird später heute ihre geldpolitische Entscheidung bekannt geben und es wird allgemein erwartet, dass sie ihren Leitzins um 25 Basispunkte (bps) senken wird. Dies würde die sechste Zinssenkung in Folge markieren, angesichts der nachlassenden Inflation im Euroraum und der Unsicherheit über die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump. Eine pauschale Importgebühr von 10% bleibt bestehen, trotz Trumps Kurswechsel zu den sogenannten reziproken Zöllen, die Anfang dieses Monats angekündigt wurden.

In der Zwischenzeit scheint ein moderater Anstieg des US-Dollars (USD) aus der Nähe eines Mehrjahrestiefs den Euro zu belasten, was wiederum als Gegenwind für das Währungspaar EUR/GBP wirkt. Das britische Pfund (GBP) hingegen setzt seine relative Überperformance fort, in der Hoffnung, dass das Vereinigte Königreich schließlich ein Handelsabkommen mit den USA abschließen wird. Tatsächlich sagte der US-Vizepräsident JD Vance, dass es eine „gute Chance“ gebe, ein Handelsabkommen mit dem Vereinigten Königreich zu erreichen.

Dies überschattet in größerem Maße die schwächeren als erwarteten Verbraucherinflationszahlen des Vereinigten Königreichs, die am Mittwoch veröffentlicht wurden. Das Office for National Statistics berichtete, dass der Verbraucherpreisindex (CPI) im Vereinigten Königreich im März auf eine jährliche Rate von 2,6% von 2,8% im Vormonat zurückging. Die Anleger scheinen jedoch überzeugt zu sein, dass ein umfassender globaler Handelskrieg die Preise unter Druck setzen würde, was wiederum die Ansicht stützt, dass die Bank of England (BoE) die Kreditkosten langsamer senken wird.

Der oben genannte fundamentale Hintergrund deutet darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands für das Währungspaar EUR/GBP nach unten führt. Allerdings rechtfertigt das Ausbleiben nennenswerter Verkäufe eine gewisse Vorsicht, bevor man sich für eine Ausweitung des jüngsten Pullbacks aus dem Bereich von 0,8735-0,8740, dem höchsten Stand seit November 2023, der am vergangenen Freitag erreicht wurde, positioniert.

Wirtschaftsindikator

Pressekonferenz der EZB

Nach einer geldpolitischen Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) hält der EZB-Präsident eine Pressekonferenz zur Geldpolitik ab. Dessen Aussagen können die Schwankungen des Euro (EUR) beeinflussen und kurzfristig einen Aufwärts- oder Abwärtstrend auslösen. Ein eher straffer, sogenannt „hawkischer“ Ton wird dabei meist als positiv für den Euro gewertet, während ein zurückhaltender, „dovischer“ Ton in der Regel als negativ für die Währung gilt.

Mehr lesen

Letzte Veröffentlichung: Do März 06, 2025 13:45

Häufigkeit: Unregelmäßig

Aktuell: -

Prognose: -

Vorher: -

Quelle: European Central Bank

Warum das für Trader wichtig ist

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
placeholder
Goldpreis Prognose: Fed-Termin am 17. Juni als KurstreiberDer Goldpreis steht vor der Entscheidung. Und genau diese Phase kann für Anleger besonders gefährlich werden.
Autor  FXStreet
Di. 09.Jun
Der Goldpreis steht vor der Entscheidung. Und genau diese Phase kann für Anleger besonders gefährlich werden.
placeholder
Goldpreis-Prognose: Die Rally läuft, doch jetzt wird es für Bullen gefährlichDer Goldpreis kennt seit Monaten fast nur eine Richtung. Seit September 2025 ging es um rund 20 % nach oben, inzwischen notiert Gold bei 4.701,34 US-Dollar. Eigentlich ein Bild, das Anleger freuen müsste.
Autor  FXStreet
Mi. 26.Aug
Der Goldpreis kennt seit Monaten fast nur eine Richtung. Seit September 2025 ging es um rund 20 % nach oben, inzwischen notiert Gold bei 4.701,34 US-Dollar. Eigentlich ein Bild, das Anleger freuen müsste.
placeholder
Silberpreis-Prognose: XAG/USD fällt im Vorfeld der US-Inflationsdaten auf nahe 58,70 US-DollarDer Silberpreis (XAG/USD) fällt im europäischen Handel am Mittwoch um 0,65 % auf nahe 58,70 USD. Das Edelmetall steht unter Druck, da die Ölpreise zuletzt inmitten der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten gestiegen sind.
Autor  FXStreet
Mi. 14.Okt
Der Silberpreis (XAG/USD) fällt im europäischen Handel am Mittwoch um 0,65 % auf nahe 58,70 USD. Das Edelmetall steht unter Druck, da die Ölpreise zuletzt inmitten der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten gestiegen sind.
placeholder
Silberpreis-Prognose: XAG/USD hält Erholung nahe 57,60 US-Dollar angesichts der Schwäche des US-DollarsDer Silberpreis (XAG/USD) hält sich während der europäischen Handelssitzung am Freitag nahe 57,60 USD an der Erholung vom Donnerstag fest. Das Edelmetall erholt sich, da der US-Dollar (USD) aufgrund einer durch Künstliche Intelligenz (KI) getriebenen Risk-off-Stimmung unter Druck steht.
Autor  FXStreet
Fr. 16.Okt
Der Silberpreis (XAG/USD) hält sich während der europäischen Handelssitzung am Freitag nahe 57,60 USD an der Erholung vom Donnerstag fest. Das Edelmetall erholt sich, da der US-Dollar (USD) aufgrund einer durch Künstliche Intelligenz (KI) getriebenen Risk-off-Stimmung unter Druck steht.
placeholder
Brent-Rohölpreisprognose: Trump lockert Sanktionen gegen Russland, Ölpreise unter 110 $ unter Druck, können sie noch steigen?TradingKey – Am Montag (19. Oktober) gaben die Preise für Rohöl der Sorte Brent (UKOIL) nach einer kräftigen Rallye am vergangenen Freitag zu Handelsbeginn spürbar nach. Bei Redaktionsschluss lag der
Autor  Mitrade Team
vor 3 Stunden
TradingKey – Am Montag (19. Oktober) gaben die Preise für Rohöl der Sorte Brent (UKOIL) nach einer kräftigen Rallye am vergangenen Freitag zu Handelsbeginn spürbar nach. Bei Redaktionsschluss lag der
verbundene Finanzinstrumente
goTop
quote